Rotter: „Unglaublich erleichtert“

Nach der Zieldurchfahrt und dem Klassensieg bei der Sachsenring Rallye war im Team von Horst Rotter und Dieter Hawranke eitel Sonnenschein.

1. Juni 2003

Michael Heimrich

Alle lagen sich in den Armen, die Freude von Horst Rotter kannte keine Grenzen: „Ich bin unglaublich erleichtert. Das war ein sehr hartes Stück Arbeit, der Corsa Super 1600 lief wie ein Uhrwerk. Lediglich ein Wackelkontakt an der Drosselklappe und starke Aussetzer ausgerechnet im Zuschauer-Rundkurs in Zwickau durch zu wenig Kraftstoffdruck sind aus technischer Sicht zu verzeichnen.“

„Richtig schlimm war es für uns auf der 6. Wertungsprüfung, die erste am Samstag. Da ich einen Angriff vom etwas kürzer übersetzten Carsten Mohe erwartete, wollte ich sofort vorlegen und rutschte in einen Graben, den ich aber nach 50 m wieder verlassen konnte“, erklärte der Opel-Pilot weiter. „Schlimmer war noch die Zieldurchfahrt der gleichen WP, bei der wir uns in einer Innenkurve die Felge zertrümmerten. Bei diesem Schlag riss sogar die Frontscheibe. Ich war erstaunt und erleichtert zugleich, dass wir trotzdem mit 4 Sekunden Vorsprung die Klassenbestzeit gefahren sind. Da wir nur ein Ersatzrad an Bord hatten, absolvierten wir die nächsten beiden Prüfungen etwas verhaltener. Auch die Reifenwahl war nicht immer optimal, da hätte sicher auf der ein oder anderen WP noch mehr herauskommen können.“

„Es war aber immer beruhigend, von der Spitze zu agieren. Wenn unsere Gegner attackiert haben, haben wir uns in der darauffolgenden WP erfolgreich gewehrt“, freut sich der Nordhesse.

Bei der Zeitenjagd auf den 15 Wertungsprüfungen rund um Zwickau gelang Horst Rotter erneut jenes Kunststück, mit dem er bereits bei der vorangegangenen Pneumant-Rallye geglänzt hatte: Auf WP 11 und 14 fuhr er je eine Gesamtbestzeit im Feld der teilweise deutlich leistungsstärkeren und allradangetriebenen Spitzen-Fahrzeuge. Am Ende schlug er als vierter der Gesamtwertung bei dem Asphalt-Lauf sogar sämtliche Gruppe-N-Gegner.

„Mein Dankeschön gilt der gesamten Mannschaft, die vor der Veranstaltung zum Teil Nächte durchgearbeitet hat und bei der Rallye fantastische Arbeit geleistet hat“, lobte Rotter sein Team. „In drei Wochen steht im Saarland der nächste Lauf an. Ich habe von Anfang an gesagt: Meine Rallies kommen erst noch. Ich bin mir sicher, dass die Meisterschaft bis zum Schluss spannend bleiben wird.“ – Selbst der sonst so zurückhaltende Dieter Hawranke schwärmte: „Dieses Auto ist super, das hat riesig Spaß gemacht. Das gesamte Team hat hervorragend gearbeitet, wir sind überglücklich.“

[b][sidewaysteam=1932]Sieh Dir hier alle Ergebnisse von Rotter/Hawranke an…[/sidewaysteam][/b]

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