Mohe gewinnt Kampf gegen Uhr

Eine Woche lang gingen die Lichter bei Mohe Rallyesport nicht mehr aus, jetzt ist es vollbracht: Innerhalb von nur sieben Tagen haben die Sachsen den neuen Renault Clio R3T aufgebaut, mit dem der Sachse die Rallye Wartburg in Angriff nimmt.

8. August 2014

Michael Heimrich

Mohe gewinnt Kampf gegen Uhr

Carsten Mohe hat gemeinsam mit seinem Team das Rennen vor dem Rennen für sich entschieden. „Der Clio R3T ist brandneu – unser Auto trägt die Nummer 2, ist also nach dem Test- und Präsentationsmodell das erste, das an Kunden ausgeliefert wurde“, erläutert Mohe. „Vergangenen Donnerstag traf die Rohkarosserie bei uns ein, am Freitag stand sie beim Lackierer. Seitdem haben wir mit bis zu vier Technikern 14-Stunden-Schichten absolviert, damit der R3T noch rechtzeitig fertig wird. Bei einem Wagen, den man bereits kennt, ist das schon schwierig genug – bei dem für uns komplett neuen Clio fehlten uns naturgemäß alle Erfahrungswerte, das hat es nicht einfacher gemacht.“
Ob es mit dem Start bei der DM-Rallye Wartburg an diesem Wochenende wirklich klappen würde, stand bis zum letzten Moment auf tönernen Füßen: Der Hauptkabelbaum traf erst am frühen Freitagmorgen ein. „Den haben wir heute Morgen um 3 Uhr beim Kurierdienst abgeholt – und um 9 Uhr hat der 1,6-Liter-Turbomotor seinen ersten Brüller von sich gegeben“, lacht Mohe, der unmittelbar danach mit Beifahrer Sebastian Walker zur Streckenbesichtigung aufgebrochen ist. „Das ging alles so schnell, wir haben noch nicht einmal Bilder vom neuen Auto. Aber ich bin super zufrieden. Die Rallye Wartburg nutzen wir als großen Test vor dem eigentlichen Saisonhöhepunkt, der Rallye Deutschland in knapp zwei Wochen. Unser rund 225 PS starker Clio R3T ist noch keinen Meter gelaufen, das bringt natürlich auch ein hohes Risiko mit sich, dass etwas nicht nach Wunsch funktioniert. Aber wir bekommen Unterstützung durch einen Ingenieur von Renault Sport und wollen die Gelegenheit nutzen, die Fahrwerksabstimmung zu optimieren und erste Verbesserungen herauszuarbeiten.“
Die Rallye Wartburg kennt Carsten Mohe nur aus der Vergangenheit: Sein letzter Start bei dieser Traditionsveranstaltung rund um Eisenach ist über 15 Jahre her – an die schnellen und anspruchsvollen Wertungsprüfungen (WP) kann er sich aber noch gut erinnern. 16 reine Asphalt-WP über eine Gesamtlänge von 130,35 Kilometer stehen auf dem Programm. Los geht es am Samstag um 13.15 Uhr mit der WP 1 „Cosmodrom“, das erste Fahrzeug soll am Sonntag um 15.00 Uhr die Zielrampe überqueren.

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