„Ein Mann ein Wort…“

Die Saarland Rallye, der fünfte von acht Läufen zur Deutschen Rallye Meisterschaft 2004, war so ganz nach dem Geschmack von Suzuki Pilot Niki Schelle.

21. Juni 2004

Michael Heimrich

„Ein Mann ein Wort…“

Zwar musste der Bayer im privat eingesetzten Ignis S1600 auf den super schnellen Asphaltstrecken erst die leistungsstärkere Konkurrenz ziehen lassen, nach einsetzendem Regen spielte Schelle dann jedoch seine ganze Klasse aus und stürmte nach vorn. Dabei fuhr er nicht nur zweimal die schnellste Zeit in der hart umkämpften Super-1600-Klasse, sondern tauchte sogar einmal auf dem dritten Gesamtrang hinter WM-Pilot Armin Schwarz im World Rally Car und Sandro Wallenwein, der wie Schwarz einen allradangetriebenen Gruppe-A-Boliden bewegte, auf.

Am Ende der sehenswerten Fahrt belegte das von Duo Schelle/Becker hinter den Gaststartern Pieter Tsjoen/Eddy Chevalier sowie der Citroën-Werksmannschaft Sven Haaf/Michael Wenzel den dritten Rang in der Division. In der Deutschen Super-1600-Meisterschaft konnte das SUZUKI Privatteam an den amtierenden Meistern Mohe/Kachel vorbeiziehen und belegt hinter Haaf/Wenzel Tabellenplatz zwei.

?So darf es immer laufen?, freute sich Niki Schelle, SUZUKI Fahrer und Teamchef in Personalunion, im Ziel des mit 16 Wertungsprüfungen über 208,22 Kilometer längsten DRM-Laufes. „Erst hatte ich Bedenken, dass wir auf diesen Powerstrecken nicht ganz mithalten können. Aber als draußen der Regen kam, ging in unserem Suzuki die Sonne auf. Natürlich ist es ein schmaler Grat, bei solchen Bedingungen am Limit zu fahren, aber zum Rallyefahren gehört auch dies dazu.“

Schelmisch fügte der 37-jährige Kfz-Meister hinzu: ?Wir sind einfach unser Tempo gefahren. Wenn die Konkurrenz langsamer machen muss, unterstreicht dies nur die Qualitäten unseres Suzuki Ignis Super1600 und seiner Besatzung…“

Auch Schelles 23 Jahre junge Copilotin Katrin Becker war vom Rallye-Wochenende begeistert: „Ein schöner Erfolg, den wir mit dem Glück der Tüchtigen nach Hause gebracht haben. Zur Erinnerung: Nach unserem zweiten Rang bei der Sachsenring-Rallye habe ich gesagt, wenn es schwierig wird ist Niki eine Bank. Und wenn es bei der Saarland-Rallye regnet fährt er uns auf Tabellenplatz zwei. Ein Mann ein Wort, so darf er weitermachen.“

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