Färber muss sich Gassner beugen

Wieder hat es für Frank Färber nicht zum Sieg in der Eifel gereicht. Musste er sich 2004 Freddy Loix im Werks-Peugeot beugen, waren dieses Jahr Hermann Gassner und Siggi Schrankl nicht zu bezwingen.

1. August 2006

Michael Heimrich

„Wir waren sehr nah dran, oft nur im Zehntelbereich getrennt, einmal auch 2,2 sec. schneller, aber richtig nervös machen konnten wir den Hermann glaub ich nicht“, gab Färber im Ziel zu. „Bis zum frühen Nachmittag hatten wir vorne einen schönen Dreikampf an der Spitze. Mit Anton Werner hat das sehr viel Spaß gemacht. Durch den Schotteranteil auf WP Lehwald konnten wir uns dann absetzen. Der Anton hat auf einer Prüfung mal über 250 km/h draufgehabt – So müsste mal ein Mitsu gehen!“

?Ich denke, das war das Maximum, was mit unserem Evo 6 möglich war. Frank war sehr oft am Limit, einige Male sicher auch darüber. Allerdings hat diese Rallye wieder super Spaß gemacht- es ist halt die tollste Veranstaltung in Deutschland?, ergänzt Co-Pilotin Carmen Freiberger bei der Siegerehrung in Daun.

Für die beiden Färber-Junioren Rudi Hachenberg und Kati Wüstenhagen begann die Rallye mit einer Enttäuschung. „Vor WP 1 sind wir im Straßenverkehr hinter sehr langsam fahrenden Autos hergefahren. Unsere Mechaniker denken, dass wir uns unsere Zündkerzen zugefahren haben. Eine davon ist dann am Start komplett ausgefallen. Wir mussten die ganze WP auf 3 Zylindern absolvieren. Der Zeitverlust belief sich auf fast 45 sec. Am Morgen des 2. Tages haben wir dann aus Trotz ein Paar Divisionsbestzeiten gefahren und uns wieder in die Top 10 geschoben. Das habe ich für mein Ego gebraucht. Mein Team-Chef hat uns sofort zu verstehen gegeben, dass er das auf allen folgenden Rallyes nun auch von uns erwartet“, berichtete Rudi zur Mitte des Samstages.

Bis zum Ende des Tages gelingt dem Team aus Wermelskirchen und Berlin noch der Sprung auf Gesamtplatz 7 und den 3. Divisionsrang. ?Schade, ohne das Problem mit den Zündkerzen, hätten unsere Youngster ein gewichtiges Wort um den Divisionssieg mitreden können?, stellt nach der Rallye Vater Rudi Hachenberg sen. erleichtert, aber auch etwas enttäuscht fest. ?Allerdings haben sie gezeigt, dass sie jeden in der Division schlagen können. Ich denke diese Erkenntnis ist eine gute Motivation für die folgenden Veranstaltungen.?

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