Zehn-Minuten-Regel zurück gefordert

Trotz Rallye2 noch Rang vier und fünf: Nachdem Andreas Mikkelsen und Thierry Neuville in Argentinien noch in den Top-5 landeten, soll die alte Regelung wieder eingeführt werden: mindestens zehn Minuten Zeitstrafe bei einem Neustart.

15. Mai 2014

Michael Heimrich

Zehn-Minuten-Regel zurück gefordert

Die Rallye2-Regel wird wohl wieder verschärft. Wie vorher üblich sollen Fahrer bei einem Neustart mindestens zehn Strafminuten aufgebrummt bekommen, selbst wenn sie auf der letzten Wertungsprüfung des Tages ausfallen und es pro verpasster WP sonst nur fünf Minuten auf die Bestzeit obendrauf gibt.

Bei der Rallye Argentinien hatte es Klagen gegeben, weil zwei Autos trotz Rallye2 noch in die Top-5 fuhren. Andreas Mikkelsen kam auf Rang vier, obschon er seinen VW Polo bei der letzten Wertungsprüfung am Freitag mit einem Defekt abstellen musste. Hyundai-Fahrer Thierry Neuville fiel auf der gleichen WP aus, wurde aber noch Fünfter.

Die beiden hatten nur fünf Strafminuten kassiert. Der Grund: Eigentlich sollten Fahrer, die am Ende der Etappe eine Show-WP (Super Special Stage) auslassen, mit fünf Zusatzminuten bestraft werden. Aber im Regelwerk gab es einen Fehler: anstelle von „Super Special Stage“ stand dort einfach nur „Wertungsprüfung“ – und deshalb wurden die fünf Minuten auch in Argentien angewandt. Zählt man die fünf Zusatzminuten hinzu, wäre Mikkelsen allerdings immerhin noch Sechster geworden und Neuville Achter.

Es wird erwartet, dass der Weltmotorsportrat auf der nächsten Sitzung wieder festschreibt, dass beim Neustart unter Rally2-Reglement mindestens zehn Minuten Strafe angeschrieben werden. Eingeführt wurde die Zehn-Minuten-Regel, weil Sébastien Loeb 2006 in Monte Carlo nach einer verpassten WP noch auf den zweiten Platz fuhr.

Noch nicht klar ist, wie die Regel aussehen soll, wenn der Tag mit einer zweigeteilten Show-Prüfung zu Ende geht. Um diese Frage zu lösen, bleibt aber Zeit bis zur Rallye Australien im September. Außerdem dürfte auf den Tisch kommen, welche Fahrer Punkte in der Power Stage einstreichen dürfen, wie oft die Fahrer über die Shakedown-Strecke müssen und wie das Feld nach Neustarts sortiert wird.

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