WRC bekommen keinen Rally2-Motor – Hybrid aus Deutschland

Mit der Einführung des Hybrid-Antriebs hatten Hyundai und M-Sport auch die Rückrüstung des Verbrennermotors angestoßen. Doch die FIA hat nun entschieden, dass es beim sogenannten Global Race Engine bleibt.

31. März 2020

Michael Heimrich

WRC bekommen keinen Rally2-Motor – Hybrid aus Deutschland

Die World Rally Cars, die man seit kurzem offiziell als Rally1 bezeichnet, behalten ihre Motoren. Der FIA Weltrat hat jetzt entschieden, dass der Global Race Engine (GRE) nicht durch ein verbessertes Rally2-Triebwerk abgelöst wird, wenn 2022 der Hybrid-Antrieb Einzug in die Topklasse hält.

Allerdings betonte der Weltverband, dass es Maßnahmen geben soll, um die Kosten zu reduzieren und den Entwicklungsaufwand zu beschränken. Dazu gehören ein vereinfachter Turbo, eine Reduzierung der Anzahl der Motoren pro Jahr und viele Teile, die in den aktuellen Spezifikationen eingefroren werden.

Angesichts der steigenden Kosten durch den Hybrid-Antrieb hatten Hyundai und M-Sport einen Wechsel auf den seriennahen Rally2-Motor angeregt, schließlich sei dieser mit rund 30.000 Euro deutlich günstiger, als der GRE, der das Fünffache kosten soll. Doch dabei traf man auf den Widerstand von Toyota und FIA Rallye-Chef Yves Matton hatte plötzlich alle Mühe, die Wogen zwischen den Herstellern zu glätten. Der Belgier versuchte die Lage zu beruhigen, in dem er erklärte, dass die neuen Fahrzeuge durch eine ganze Reihe von anderen Maßnahmen kostengünstiger werden sollen.

Hybrid-Antrieb aus Deutschland

Gleichzeitig gab die FIA bekannt, dass die Firma Compact Dynamics, ein Tochterunternehmen der Schaeffler-Gruppe, als Zulieferer der Hybrid-Bauteile – inklusive Batterie und Antriebsstrang – ausgewählt wurde, mit dem die neue Generation der World Rally Cars ausgerüstet wird. Das Unternehmen mit Sitz im bayerischen Starnberg hat bereits Erfahrungen mit solchen Systemen in der Formel 1, der Langstrecken-WM (WEC) und der Formel E gesammelt und wird von 2022 bis einschließlich 2024 nun auch Ausrüster der Rally1-Fahrzeuge mit dem Hybrid-System, dass laut FIA-Ausschreibung im ersten Jahr 150.000 Euro pro Fahrzeug kostet, im zweiten und dritten Jahr für 100.00 Euro. 

„Ich bin überzeugt, dass Compact Dynamics einen großen Erfahrungsschatz einbringen wird“, sagte Matton. „Darüber hinaus werden uns die jetzt genehmigten Maßnahmen helfen, die Entwicklungs- und die jährlichen Wartungskosten zu senken.“

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