Wie geht’s weiter mit Ogier?

Die zählbaren Ergebnisse von Sebastien Ogier blieben aus. Nach dem Sieg bei der Monte konnte "Wonderboy" in der WM nicht glänzen. Prompt wackelte sein Programm.

4. Mai 2009

Michael Heimrich

Wie geht’s weiter mit Ogier?

Sebastien Ogier, als möglicher Nachfolger von Namensvetter Sebastien Loeb hoch gehandelt, konnte bei seinen diesjährigen Einsätzen in der Königsklasse nur wenig glänzen. Immer wieder brachte er sich durch Fahrfehler und Unfälle selbst um gute Ergebnisse. In letzter Zeit wurde die Kritik an seiner Person lauter, aber Citroen scheint weiter an sein Talent zu glauben und versucht das WM-Programm mit ihm fortzuführen. Sportchef Olivier Quesnel gab deutliche Hinweise darauf, das Sebastien Ogier auch in der zweiten Saisonhälfte Läufe für das Citroen Junior Team bestreiten wird. Ursprünglich waren nur sechs Einsätze im World Rally Car geplant.

Damit scheint die Karriere des jungen Franzosen gerettet, dessen Programm nach schlechten Leistungen bei den ersten vier Veranstaltungen, in denen er lediglich drei WM-Punkte einfahren konnte, auf der Kippe stand. In Argentinien sollte der 25-Jährige unbedingt ins Ziel kommen, was ihm mit einem siebten Platz gelingen konnte. Auf die Frage ob Ogiers Leistung gut genug gewesen sei, um seinen Platz im Team zu sichern, antwortete Quesnel: „Warum nicht? Er hat genau das getan, was ich ihm gesagt habe. Schöner wäre es gewesen, wenn er das auch schon von Saisonbeginn an getan hätte, aber gut, so war das nun mal. Es ist vorbei und wenn er jetzt auf dem richtigen Weg bleibt, ist das in Ordnung.“

Die letzte gesicherte Rallye und letzte Möglichkeit sein Können unter Beweis zu stellen, ist für Ogier der WM-Lauf auf Sardinien. Danach, so Quesnel weiter, hänge die Weiterführung von Ogiers Programm von der Finanzierung ab. „Er wird nicht in Australien starten, das ist zu teuer und wir benötigen immer noch etwas Budget, aber darum muss ich mich kümmern, nicht er“, so der Sportchef.

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