Tortur für die Reifen

Der Rallye Zypern fordert Mensch und Material bis aufs Äußerste. Vor allem die Reifenlieferanten müssen sich auf die niedrigen Geschwindigkeiten einstellen.

18. September 2006

Michael Heimrich

?Auf den zypriotischen Prüfungen erreichen die Piloten nur sehr geringe Durchschnittgeschwindigkeiten von rund 60 km/h?, erklärt Aimé Chatard, Leiter der Rallye-Aktivitäten von BFGoodrich. ?Im Vergleich dazu bringen es die Rallye-Asse in Finnland auf Tempo 120 – ebenfalls im Schnitt. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Mensch und Material auf Zypern eine halb so schwere Herausforderung bevorsteht. Im Gegenteil: Gerade die Reifen erwartet auf der Mittelmeerinsel die Hölle.?

?Beim kommenden Lauf fahren die Piloten besonders oft im ersten, zweiten oder dritten Gang und nutzen den Drehzahlbereich häufiger als sonst bis zum Maximum aus?, beschreibt Chatard. ?Das dabei unvermeidliche Durchdrehen der Räder führt zu einem starken Abrieb der Pneus. Für Zypern legen wir daher besonderen Wert darauf, die Abnutzung zu vermeiden und eine gute Traktion zu erreichen.?

?In diesem Jahr dürfen die Fahrer bei Rallyes mit starker Reifenabnutzung – wie beispielsweise Zypern – zwischen zwei verschiedenen Laufflächen-Profilen wählen?, so der Pneu-Experte. ?Ab der Saison 2007 beschränkt die FIA die Auswahl auf ein Muster. Bei dieser Veranstaltung haben sich unsere Partnerteams hauptsächlich für die BFGoodrich g-Force Gravel Mischungen „9“ (mittel) und „9+“ (hart) entschieden. Als Alternative erschienen ihnen die Schotterpneus BFGoodrich g-Force Gravel H1 und H2 am geeignetsten. Der H2 ist ein komplett neuer Reifen, der bei der Rallye Akropolis erstmals zum Einsatz kam. Seither haben wir die Variante weiterentwickelt. In Griechenland hat auch der H1 am Citroën Xsara WRC von Dani Sordo ausgezeichnet funktioniert.?

BFGoodrich bietet den g-Force Gravel H2 in der Mischung ?9+? (hart, für wiederholt gefahrene WP und/oder höhere Temperaturen) an. Der neue Pneu besitzt die Dimension 225/60 R15. Zudem stellt die Marke ihren g-Force Gravel H1 zur Verfügung, eine mit 215 Millimetern etwas breitere Ausführung als der erfolgreiche g-Force Gravel (195 Millimeter). Besonders gut für die erste Durchfahrt der Wertungsprüfungen eignet sich der g-Force Gravel ?9? (mittel, für Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius). Beim zweiten Durchgang dürfte die Mischung ?9+? (hart, für harten Untergrund und/oder hohe Temperaturen) ihre Qualität voll ausspielen können.

Bis Montag (11. September) mussten der obersten Motorsportbehörde FIA die persönlichen Reifenlisten der Fahrer vorliegen. Die Piloten der M1- und M2-Wertung können insgesamt 65 Pneus nominieren. Aus diesem Kontingent dürfen während Shakedown und Rallye maximal 42 tatsächlich zum Einsatz kommen.

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