Stohl spekuliert auf Zypern mit einer absoluten Top-Platzierung

Nach dem Ausscheiden beim zweiten Lauf in der österreichischen Meisterschaft wird Manfred Stohl in Zypern an den Start gehen und versuchen seine Klasse zu beweisen.

16. April 2002

Michael Heimrich

Manfred Stohl (Ford Focus WRC) gibt wieder in der Rallye-Weltmeisterschaft Gas. Bei der Zypern-Rallye am kommenden Wochenende feiert der 29 Jahre alte Wiener seinen zweiten WM-Einsatz in dieser Saison, nachdem er die Monte Carlo-Rallye im Jänner trotz zweier Reifenschäden sehr erfolgreich absolvieren konnte. Dennoch steht dem OMV Piloten eine Premiere ins Haus: Erstmals bringt er das Ford Focus WRC zum Einsatz. Und das bei einer Rallye, wo dieses Fahrzeug die vergangenen beiden Jahre dominierte.

Nach dem Unfall bei der Pirelli Lavanttal-Rallye stand alles im Zeichen der Autoreparatur. Rund um die Uhr wurde in der R & D Motorsport-Werkstätte in Dessau/D) gearbeitet bis der Bolide rennfertig war. Beruhigt konnte Manfred Stohl die Reise nach Zypern angehen, wo er im vergangenen Jahr den zweiten Platz in der Gruppe N belegte. Der Sieg in der Gesamtwertung ging an Colin McRae (GB) auf Ford Focus WRC. Sein Markenkollege Carlos Sainz (Spa), der 2000 diese Rallye gewann, wurde Dritter. Diese Tatsache stimmt den OMV Piloten höchst zuversichtlich.

Stohl: ?Wir haben die Zypern-Rallye mit gutem Grund ausgesucht. Die Charakteristik und Beschaffenheit der Strecke erlauben nur eine sehr niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 60 km/h. Dadurch ist es auch die kürzeste WM-Rallye. Aber die rund 325 Sonderprüfungskilometer haben es in sich. Du musst dir jeden Meter erarbeiten. Damit schrumpft vielleicht auch ein wenig der Vorteil der Werkteams und der Mann hinter dem Lenkrad rückt in den Vordergrund. Das ist meine große Chance mich wieder gut zu präsentieren und auf mich aufmerksam zu machen. An meinem Auto soll es sicherlich nicht liegen.?

Konkret heißt dies, dass sich das OMV Team vor den Werkteams von Hyundai, Skoda und vielleicht auch Mitsubishi platzieren möchte. Sein Hauptaugenmerk gilt aber dem dritten Ford-Werkspiloten Marko Märtin (Est), den er schon in Monte Carlo ganz gut im Griff hatte.

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