Sebastien Loeb in der Defensive

Nach drei Hirvonen-Siegen in Folge hat sich das Blatt in der Rallye-WM gewendet. Sebastien Loeb ist nun der Jäger und will in Australien verlorenen Boden wettmachen.

1. September 2009

Michael Heimrich

Sebastien Loeb in der Defensive

Ausgerechnet jetzt präsentiert sich die Rallye Australien in neuem Gewand. Sebastien Loeb ist bekannt dafür, dass er neue Strecken nicht besonders mag und die Konkurrenz deshalb im Vorteil ist. Doch eine Schlappe kann sich der Weltmeister nicht erlauben, nur noch drei Rallyes stehen im Kalender 2009 und er liegt drei Punkte hinter Spitzenreiter Mikko Hirvonen zurück.

„Unser Ziel ist der Sieg, oder zumindest ein Ergebnis vor Mikko Hirvonen“, ist sich Loeb der Lage bewusst. „In der aktuellen Situation habe ich noch die Möglichkeit, den WM-Titel aus eigener Hand zu gewinnen, wenn es mir gelingt, die letzten drei Läufe der Saison gewinnen. Sollte Mikko auch nur einmal vor mir landen, wird es extrem schwierig.“

Vor allem die fehlenden Streckenkenntnis der Fahrer könnte dem finnischen Rivalen in die Hände spielen, wie Loeb meint: „Wir gehen davon aus, dass es am kommenden Wochenende ziemlich eng zu gehen wird. Mikko ist immer auf schnellen Schotterstrecken gut unterwegs, insbesondere auf Prüfungen, die allen Fahrern unbekannt sind. Die Streckenbesichtigung wird sehr wichtig werden, nicht nur um einen korrekten Aufschrieb zu haben, sondern auch um mit dem Team im Vorfeld das beste Setup zu finden.“

Während der vierwöchigen Pause hat Loeb genug Kraft getankt, um das Projekt „Titelverteidigung“ erfolgreich abzuschließen. „Ich bin nach der vierwöchigen Pause jetzt wieder startklar und ich habe nicht das Geringste gegen so einen entspannten Rhythmus“, befindet Loeb. „Aber es ist immer wieder ein wenig schwierig wieder ins Fahren zu finden, wenn man einen Monat nichts gemacht hat.“

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