Schwarz: Licht und Schatten

Armin Schwarz erlebte bei der Rallye Deutschland ein Auf und Ab. Zwar konnte der Franke mit schnellen Zeiten auftrumpfen, fiel aber durch technische Probleme zurück.

22. August 2004

Michael Heimrich

Schwarz: Licht und Schatten

Von Beginn an konnte Schwarz mit schnellen Zeiten den Aufwärtstrend bei Skoda unter Beweis stellen, ehe im Ziel der fünften Prüfung erstmals Bremsprobleme auftraten. „Die Stopp-Kontrolle lag auf einem Bergabstück und wir kamen mit heißen Bremsen hin. Ich musste die Bremse festhalten, und die Hitze aus der Scheibe übertrug sich schlagartig in den Bremssattel. Der fing Feuer und ich brauchte später den ganzen Inhalt des Feuerlöschers, um unser Auto vor größeren Schäden zu bewahren.“

Schwarz fiel in der Gesamtwertung weit zurück und musste am zweiten Tag als erster Fahrer auf die Strecke. Ein Schaden am Turbolader kostete erneut wertvolle Zeit und ließ den Skoda-Piloten aussichtslos zurückfallen. „Eine Welle im Trubolader war gerissen und das Verdichterrad verklemmte sich. Unser Motor hatte mangels Luft nur noch wenig Leistung“, erklärt der Oberreichenbacher.

Mit ordentlich Wut im Bauch holte sich Schwarz wenig später die erste Bestzeit für den Fabia WRC in der Rallye-Weltmeisterschaft. „Ein tolles Ergebnis und eine gute Bestätigung für die Arbeit des Teams.“

Am Ende sprang für Schwarz und Co-Pilot Manfred Hiemer der elfte Rang heraus. „Natürlich bin ich ein wenig enttäuscht über meine eigene Platzierung. Wir haben gezeigt, dass wir viel näher an Citroen, Peugeot, Ford und Subaru herangekommen sind und das ist ein fantastisches Zeugnis von der Leistungsfähigkeit des Autos“, meinte Armin Schwarz, der am Wochenende seine 100. WM-Rallye bestritt. „Ohne die technischen Probleme wäre Rang fünf oder sechs möglich gewesen. Wenn das Auto einmal läuft, ist es perfekt.“

Auch Skoda-Sportchef Martin Mühlmeier zog ein gutes Fazit. „Ich bin mit der Leistung unseres Autos sehr zufrieden. Wir haben sogar noch mehr zeigen können als in Finnland, denn neben der Bestzeit, haben wir auch einige schnelle Zeiten einfahren können. Das bestätigt unseren Aufwärtstrend.“

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