Ogier schnappt sich erste Bestzeit

Beim Auftakt in Barcelona hatte einmal mehr Weltmeister Sebastien Ogier die Motorhaube vorn. Der VW-Pilot verwies Thierry Neuville und Andreas Mikkelsen auf die weiteren Plätze.

22. Oktober 2015

Michael Heimrich

Nach der Startzeremonie in Salou nahmen die Teilnehmer am frühen Abend die erste, 3,20 Kilometer kurze Zuschauerprüfung in der katalonischen Hauptstadt Barcelona in Angriff – eine geschichtsträchtige Kulisse. Die Prüfung besteht aus zwei Runden auf dem Gelände der Weltausstellung von 1929 am Fuße des Stadtbergs Montjuic – früher donnerten dort Formel 1-Boliden entlang.
Weltmeister Sebastien Ogier setzte mit 3:37,8 Minuten die Bestzeit. „Es ist zwar ein schöner Start, aber ich erinnere mich, dass ich auf Korsika auch so begonnen hatte und dann lief es gar nicht gut“, meinte Ogier, der seiner ersten Bestmarke nicht zu viel Bedeutung schenken wollte. „Richtig los geht es erst morgen.“

Kubica mit Problemen

Hinter dem Volkswagen-Piloten landeten Thierry Neuville (Hyundai) und Andreas Mikkelsen (Volkswagen) auf den Plätzen zwei und drei. Während Neuville über zeitweise Probleme mit der Handbremse klagte, büßte Robert Kubica auf den letzten 300 Metern der Prüfung durch ein defektes Antilag-System die Sekunden ein, die ihn möglicherweise auf einen Podiumsplatz gebracht hätten. So musste sich der Ford-Privatier hinter Kris Meeke mit dem fünften Platz begnügen.

WRC2: Skoda-Privatier vor Skoda-Werksduo

In der WRC2 gibt Nasser Al-Attiyah im privaten Skoda Fabia R5 das Tempo vor und kann die beiden Werkspiloten Jan Kopecky und Esapekka Lappi hinter sich halten. Titelkandidat Abdulaziz Al-Kuwari konnte wegen eines Lenkungsproblem nicht an der Prüfung teilnehmen, Yazeed Al-Rajhi musste sogar die Rallye vor dem Start wegen einer Grippe absagen. Armin Kremer beendete den Auftakt in Barcelona auf Platz 13.

Erst Schotter, dann Asphalt

Am Freitag stehen ab 10 Uhr acht Schotterprüfungen auf dem Programm und das ohne den üblichen zwischenzeitlichen Service am Mittag. Am Abend werden die Fahrzeuge dann binnen kürzester Zeit durch die Mechaniker von Schotter- zu Asphalt-Autos umgebaut, ehe Samstag und Sonntag ausschließlich Rundstrecken-ähnliche Prüfungen auf Asphalt ausgetragen werden.

Zwischenstand Rallye Spanien nach WP1

1. Ogier / Ingrassia Volkswagen Polo R WRC 3:37.8
2. Neuville / Gilsoul Hyundai i20 WRC +2.1
3. Mikkelsen / Floene Volkswagen Polo R WRC +2.9
4. Meeke / Nagle Citroën DS3 WRC +3.3
5. Kubica / Szczepaniak Ford Fiesta RS WRC +3.9
6. Östberg / Andersson Citroën DS3 WRC +4.7
7. Latvala / Anttila Volkswagen Polo R WRC +5.2
8. Paddon / Kennard Hyundai i20 WRC +5.4
9. Sordo / Martí Hyundai i20 WRC +6.4
10. Al-Attiyah / Baumel Skoda Fabia R5 +6.5

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