Neuville kann sich leicht absetzen

Thierry Neuville ist der Mann des Tages. Der Hyundai-Pilot rundet die Freitagsetappe mit zwei Bestzeiten ab und distanziert Jari-Matti Latvala, der mit dem Vorderachsdiff seines Polo R WRC hadert, um 11,1 Sekunden. Dahinter hat Straßenkehrer Sebastien Ogier Mühe, in Schlagdistanz zu bleiben.

10. Juni 2016

Michael Heimrich

Er galt schon vor der Rallye Sardinien als Königsfigur auf dem Fahrermarkt – und heute hat er seinen Marktwert noch einmal gesteigert. Thierry Neuville holte heute alles aus seiner günstigen Startposition heraus und verbuchte fünf von acht möglichen Bestzeiten. Zum Abschluss des Tages gelang es dem Belgier sogar, sich ein kleines Polster von 11,1 Sekunden auf Polo-Fahrer Jari-Matti Latvala herauszufahren. Der Finne klagte im Ziel der letzten WP des Tages über Probleme mit dem vorderen Differenzial: „Ich kommt nicht schnell genug aus den Kurven heraus. Das war schon den ganzen Tag so und es wird immer schlimmer. Wir haben Arbeit vor uns.“
Ob Neuville und sein Arbeitgeber Hyundai neben dem Finnen auch Sebastien Ogier weiterhin im Auge behalten müssen? Der Weltmeister leidet erneut unter seiner Startposition, zeigte sich trotz des Rückstands von 40,3 Sekunden aber mit seiner Leistung zufrieden: „Ich habe das Maximum herausgeholt. Ich habe vorher gesagt, dass ich mit den Leuten kämpfen will, gegen die ich eine Chance habe. Leute wie Mads oder Andreas, die in der Startreihenfolge in meiner Nähe sind.“
In der Tat liegen die beiden Norweger praktisch gleichauf hinter Ogier. Andreas Mikkelsen (VW, +57,5) konnte sich am Nachmittag gerade so an seinem Landsmann Mads Ostberg (Ford, +58,5) vorbeischieben. Der Ford-Pilot haderte derweil mit seiner Reifenwahl. Als einziger Werksfahrer lud er sich zwei Ersatzräder ins Auto: „Im Nachhinein wäre ein Ersatzrad vermutlich die bessere Wahl gewesen. Das hat sich wohl nicht ausgezahlt.“ Unzufrieden zeigte sich auch Hyundai-Mann Dani Sordo, der 20 Sekunden hinter dem Wikinger-Duo liegt und den ganzen Tag über blass blieb.
Die Reifen waren auch dagegen auch bei Ott Tänak das große Thema. Schon vor der letzten Prüfung meinte der Ford-Pilot beim Blick auf die Gummis. „Okay, dann fahren wir eben mit Slicks.“ Im Ziel bestätigte sich seine Prognose. „Das rechte Hinterrad ist komplett blank. Ich bin im Straßenmodus gefahren. Es war wie ein schnelles Training.“ Nicht unbedingt gute Werbung für die Pneus seines Sponsors DMack. Im Schneckenrennen um Platz sieben mit Henning Solberg (Ford), der sich teils mit einem hängenden Gaszug rumärgerte, hatte Tänak um 3,1 Sekunden das Nachsehen.
Unmittelbar hinter Tänak und Solberg liegt die WRC2-Spitze dicht beisammen. Umberto Scandola, Esapekka Lappi, Teemu Suninen (der seine Führung durch einen Reifenschaden verspielte) und Nicolas Fuchs (alle Skoda Fabia R5) trennen gerade einmal 21 Sekunden. Bei Armin Kremer lief es am Nachmittag zwar etwas besser, der Mecklenberger hat nach den Kupplungsproblemen aber schon fast zweieinhalb Minuten Rückstand auf die Spitze. Besser als am Vormittag lief es auch für Eric Camilli (Ford, +5:00.7) und Kevin Abbring (Hyundai, +8:17.0), die nach den Technik-Pannen am Morgen weit abgeschlagen sind.

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