„Mehr war einfach nicht drin…“

Für die deutschsprachigen Piloten endete die erste Etappe des WM-Heimspiels ernüchternd. Technische Probleme und Fahrfehler warfen die Fahrer zurück.

26. Juli 2003

Michael Heimrich

„Mehr war einfach nicht drin…“

„Die ersten sieben Sonderprüfungen der Deutschland Rallye sind wir ohne größere technische Probleme durchgefahren, sehe ich mal von dem Schaden an unserem Turbo ab, den wir ausgerechnet auf der langen vierten WP bekamen. Dabei hatte ich gehofft, auf der Panzerplatte meinen Heimvorteil auszuspielen. Schade“, erklärte Hyundai-Pilot Armin Schwarz.

„Wir werden aus eigener Kraft in der Wertung kaum weiter nach vorne fahren können, denn wir verlieren auf den Kilometer rund eine Sekunde, manchmal auch etwas mehr“, zog der Oberreichenbacher ein knappes Fazit. „Ich schätze, wir müssen es wieder machen, wie auf Zypern: Das Auto schonen, immer an der Grenze des Möglichen fahren, um da zu sein, wenn einer vor uns Probleme bekommt.“

Auch die Hoffnungen von Matthias Kahle, beim WM-Heimspiel eine gute Figur abzugeben und sich für ein Cockpit in der nächsten Saison zu empfehlen, erhielten einen großen Dämpfer. „Angesichts der Umstände bin ich dennoch zufrieden. Wir hatten einige Probleme mit einer Hydraulikdichtung und einer Antriebswelle. Am besten lief es auf der Wertungsprüfung ‚Panzerplatte‘, da hat jede Kurve optimal gepasst. In diesem Weltklasseumfeld sind natürlich unser Möglichkeiten mit dem Octavia WRC EVO II, der dem Stand von Anfang 2002 entspricht, sehr limitiert?, meinte der Görlitzer.

Ganz anders lief es dabei für Manfred Stohl. „Ich habe nicht gut angefangen. Wir hatten auf den ersten Prüfungen nur wenig Grip und uns zweimal gedreht Ich habe nicht den richtigen Rhythmus gefunden, irgendwie klappte es heute nicht. Wir haben rund drei Sekunden pro Kilometer auf die Spitze verloren, obwohl das Auto sehr gut lief“, so der Wiener im Etappenziel. „Wir haben noch zwei lange Rallye-Tage. Ich hoffe, dass es am Samstag und Sonntag für uns besser läuft.“

Aber es gab auch positive Stimmen. In der PWRC erreichte Hermann Gassner am Ende des Tages den dritten Rang und zeigte sich zufrieden. „Wir haben heute keine Probleme gehabt und fahren locker durch. Die Rallye ist noch lang“, blieb der Mitsubishi-Pilot locker.

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