Loeb gibt in Finnland Tempo vor

Gas geben statt Taktieren. Auch auf der letzten echten Tagesprüfung schnappte sich Sebastien Loeb die Bestzeit und baut seine Führung leicht aus.

1. August 2008

Michael Heimrich

Das Projekt „Finnland-Sieg“ läuft für Sebastien Loeb nach Plan. Im spannenden Schlagabtausch mit Mikko Hirvonen behält der Franzose die Oberhand und führt kurz vor dem Ende der Etappe die Rallye mit 13.1 Sekunden Vorsprung weiterhin an.

„Ich habe vor der zehnten Prüfung entschieden, dass ich unbedingt vorne bleiben möchte“, erklärte Loeb. Dadurch muss der Franzose morgen zwar als erster Fahrer auf die Strecke, aber im Duell mit Hirvonen will er scheinbar keinen Boden kampflos hergeben. „Mikko ist sehr schnell und es wird verdammt schwer, den Vorsprung auszubauen. Wir werden sehen, inwiefern die Startposition eine Rolle spielen wird“, so der Weltmeister weiter. Noch zweifelt Verfolger Hirvonen allerdings, ob es für ihn überhaupt machbar ist, den Rückstand auf Loeb zu verkürzen. „Es ist fast unmöglich noch schneller zu fahren“, erklärte der Ford-Pilot. „Aber die Rallye ist noch lang und ich freue mich auf den Kampf.“

Während die beiden WM-Favoriten scheinbar in einer anderen Liga fahren, klafft bereits eine deutliche Lücke zum Rest des Feldes. Zwar konnte sich Henning Solberg am späten Nachmittag noch auf den dritten Rang verbessern, doch der Norweger liegt bereits 52.0 Sekunden hinter Loeb zurück. „Dennoch wäre Platz drei für mich wie ein Sieg“, jubelte der Stobart-Pilot über seine Leistung. Teamkollege Gigi Galli klagte über plötzliche Müdigkeit und musste sich mit Rang vier begnügen. „Ich sollte nun schnell ins Bett gehen“, ärgerte sich der Italiener über die verlorene Zeit. Dani Sordo verlor bei einem Fahrfehler auf der achten Prüfung wertvolle Sekunden und beendete den Tag als Fünfter. „Ich war einen Moment zu spät auf der Bremse und habe mich gedreht“, fluchte der Spanier. „Jetzt sehen wir mal, was der morgige Tag so bringt.“

Dank der Probleme seiner Kontrahenten wurde Petter Solberg trotz Setup-Problemen am Nachmittag auf die sechste Position nach vorne gespült. Urmo Aava und Andreas Mikkelsen, die beide vor dem Norweger lagen, flogen nach Fahrfehlern von der Strecke und erreichten das Ziel nicht. Auch Chris Atkinson und PG-Andersson profitierten von diesen Missgeschicken und belegen am Abend die letzten beiden Punkteränge. Toni Gardemeister, der über starke Schmerzen im Arm und der Schulter klagte, wurde mit nur 5.2 Sekunden Rückstand Neunter.

In der JWRC führt Michal Kosciuszko mit nur wenigen Sekunden Vorsprung das Feld knapp vor Martin Prokop und Patrik Sandell an. Aaron Burkart ist Sechster, Florian Niegel, der in einem Gruppe-N-Swift startet liegt bereits zwölf Minuten zurück. Auch in der PWRC geht es knapp zur Sache. Juha Salo führt mit 9.9 Sekunden Vorsprung vor Juho Hänninen.

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