Loeb bleibt knapp vorn

Trotz der heftigen Attacke von Mikko Hirvonen kann Sebastien Loeb seine Führung knapp behaupten und gewinnt die erste Etappe des Saisonfinales in Wales.

23. Oktober 2009

Michael Heimrich

Loeb bleibt knapp vorn

Der Konter von Mikko Hirvonen ließ nicht lange auf sich warten. Hatte der WM-Spitzenreiter am Morgen viel Zeit auf seinen Titelrivalen Sebastien Loeb verloren, schlug er am Nachmittag zurück. Mit der Bestzeit auf der vierten Prüfung verkürzte er seinen Rückstand um fast fünf Sekunden. Loeb setzte im Anschluss noch einmal eine Bestzeit entgegen, doch Hirvonen war auf der letzten Prüfung des Tages erneut schneller. Im Ziel trennten die beiden Kontrahenten gerade einmal 5.3 Sekunden.

„Ich bin heute Morgen nicht optimal gefahren“, gab Hirvonen selbstkritisch zu. „Nach dem Mittagsservice hat alles gepasst und kann ich morgen genauso attackieren wird das eine ganz heiße Kiste.“ – Loeb stöhnte: „Wir haben keinen Gripp gefunden und vor allem im Mittelteil der letzten Prüfung viel Zeit verloren.“

Wie in Spanien strahlte Petter Solberg über beide Ohren. Der Norweger rang Dani Sordo im Kampf um den dritten Rang nieder und kann sich mit 1.1 Sekunden vor dem Spanier im Werks-Citroen behaupten. „Alles läuft prima und ich will immer noch um den Sieg kämpfen“, kündigte Solberg an.

Enttäuschung herrschte dagegen bei Jari-Matti Latvala. Wie bereits befürchtet konnten seine Mechaniker im Remote-Service, bei dem nur Ersatzteile verwendet werden dürfen, die sich im Auto befinden, den Schaden am Antrieb nicht beheben. Statt mit Allrad kämpfte sich Latvala mit Heckantrieb über die nachfolgenden drei Prüfungen und fiel entsprechend weit zurück. „So ist der Motorsport. Das muss ich eben akzeptieren“, meinte der Finne sichtlich enttäuscht. 

Im Kampf um die fünfte Position kann Henning Solberg viel Boden gut machen, nachdem sich Sebastien Ogier auf der letzten Prüfung einen Reifenschaden einfing und über 20 Sekunden verlor. „Vielleicht hatten wir zuvor etwas getroffen, aber ich wüsste nicht was“, ärgerte sich der Youngster über das Missgeschick. Matthew Wilson klagte am späten Nachmittag über Differenzialprobleme und ist Siebter. Nachdem Mads Östberg wegen eines Aufhängungsschadens die Segel vorzeitig streichen musste, rückt Conrad Rautenbach auf Rang acht nach vorn.
  
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