Latvala gewinnt Chaos-Tag

Pleiten, Pech und Pannen. Die erste Etappe der Wales Rally GB war gekennzeichnet von Absagen, Unfällen und massiven Verzögerungen.

5. Dezember 2008

Michael Heimrich

Der Zeitplan der Wales Rally GB geriet am frühen Abend völlig aus den Fugen. Hatten im Tagesverlauf Absagen von nicht passierbaren Streckenabschnitten für Verzögerungen gesorgt, war es diesmal ein schwerer Unfall von Chris Atkinson, der den planmäßigen Start der lediglich 2.29 Kilometer langen Prüfung „Walters Arena“ verhinderte.

Bereits in der ersten Kurve überschlug sich der Australier so sehr, dass die Rallye unterbrochen werden musste, um Atkinson und Beifahrer Prevot aus dem Wrack zu befreien. Beide Piloten wurden zur medizinischen Untersuchung ins Krankenhaus geflogen. „Chris hat einen Schlag auf den Kopf bekommen“, erklärte ein Teamsprecher. „Allerdings scheinen beide Fahrer ok zu sein und haben mit uns über den Funk gesprochen.“

An der Spitze des Feldes wurden die letzten beiden Bestzeiten brüderlich geteilt. Erst war es der Führende Jari-Matti Latvala, der schnellster Fahrer war, dann Verfolger Sebastien Loeb. Am Ende des turbulenten Tages hat der Finne seine Motorhaube mit 9.7 Sekunden vorn. „Wir können trotzdem zufrieden sein“, meinte Loeb im Ziel. „Die Bedingungen waren sehr schwierig und als erster Fahrer auf die Strecke bedeutete einen großen Nachteil zu haben. Wir konnten uns nicht an den Spuren der anderen orientieren.“

P-G Andersson musste sich zunächst Mads Östberg geschlagen geben, doch der Schwede konterte auf der letzten Tagesprüfung und eroberte seinen starken dritten Rang wieder zurück. Viel Zeit zum Durchatmen bekommt Andersson nicht, Östberg liegt lediglich 1.5 Sekunden hinter ihm, knapp dahinter lauern bereits Petter Solberg und Dani Sordo auf ihre Chance das Podium zu erobern.

Für Sebastien Ogier endete der Tag mit einer weiteren Enttäuschung. Am Morgen sorgte der junge Franzose noch für einen Paukenschlag, als er bei seiner WRC-Premiere prompt die Führung übernahm und diese gegen die etablierte Konkurrenz verteidigte. Den Aufstand des jungen Wilden beendeten Getriebeprobleme, die Ogier auf Rang sieben zurückfallen ließen. Im Tagesziel musste sich der JWRC-Champ nur mit Platz neun zufrieden geben, denn Francois Duval und Henning Solberg nutzten die Gunst der Stunde und schoben sich noch vor ihn. 

Die Bilder der Wales Rally GB…
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