Hirvonen im Nachteil

Erstmals in seiner Karriere führt Mikko Hirvonen die Rallye-Weltmeisterschaft an. Doch dafür muss der Finne in Mexiko als erster Fahrer auf die Strecke.

23. Februar 2008

Michael Heimrich

Hoch hinaus: Die Rallye Mexiko (28. Februar bis 2. März) ist die höchstgelegene Veranstaltung im gesamten Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft. Nach den Events in Monte Carlo (Asphalt) und Schweden (Schnee) eröffnet der dritte Saisonlauf in Mittelamerika gleichzeitig den Reigen von sieben Schotterläufen hintereinander. Zehn ihrer insgesamt 15 Saisonauftritte absolviert die Weltelite des Rallyesports in diesem Jahr auf dem losen Untergrund, sodass die Rallye Mexiko erste verlässliche Hinweise auf das Leistungspotenzial der Teams auf diesem Geläuf erlaubt.

Zu den Besonderheiten der Rallye Mexiko zählt eindeutig ihre Topographie: Den Großteil ihrer Zeitenjagd verbringen die Piloten auf über 2.000 Meter über Meeresspiegel. Während der ersten Etappe am Freitag führen die Strecken sogar bis über 2.700 Meter hinauf. Der niedrigere Sauerstoffgehalt der Luft in diesen Höhenlagen führt dazu, dass die nominell 300 PS starken Zweiliter-Turbomotoren der WRC-Allradler bis zu 30 Prozent ihrer Leistung einbüßen.

Als WM-Führende müssen Mikko Hirvonen und sein Partner Jarmo Lehtinen am kommenden Freitag als Erste auf die Strecke. „Das ist auf Schotter immer ein Nachteil“, so der Mexiko-Dritte des Vorjahres. „Aber diesen Preis zahle ich gerne für die erste WM-Führung meiner Karriere. Ich werde von Beginn an attackieren. Nach erfolgreichen Reifentests in der vergangenen Woche weiß ich, dass ich mir bei den Schotterreifen von Pirelli keine großen Sorgen um Plattfüße oder Verschleißerscheinungen machen muss.“

Jari-Matti Latvala und Co Miikka Anttila treten nach ihrem Sieg bei der Rallye Schweden ein wenig auf die Euphoriebremse. „Ich habe in Mexiko nicht die Erfahrung wie bei anderen Läufen“, betont das 22-jährige Talent, im Vorjahr Siebter in Mexiko. „Ein weiterer Sieg ist deshalb ein unrealistisches Ziel. Ich wäre mit einem Platz unter den ersten drei zufrieden.“

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