Hirvonen für Finale bereit

Mikko Hirvonen weiß, mit einem guten Resultat in Spanien kann er die Titelentscheidung weiter offen halten. Der Finne setzt auf seine Stärke beim großen Schotterfinale in Wales. Doch zunächst erwartet ihn in Katalonien eine schwere Aufgabe.

15. Oktober 2011

Michael Heimrich

Eine lange Saison in der Rallye-Weltmeisterschaft biegt auf die Zielgerade ein und verspricht dabei eine an Spannung kaum noch zu überbietende WM-Entscheidung: Gleich drei Titelkandidaten liegen vor der Rallye Spanien, dem vorletzten WM-Lauf des Jahres, innerhalb von nur drei Punkten. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen reisen mit ihrem Ford Fiesta RS WRC ogar punktgleich mit Tabellenführer Sébastien Loeb an die Costa Dorada südwestlich von Barcelona und wollen sich vor dem Finale in den walisischen Wäldern alle Chancen offenhalten.

"Die Ausgangslage erinnert mich sehr an die Saison 2009, als wir auch mit Sébastien bis zur letzten Wertungsprüfung um den Titel gekämpft haben und uns nur um einen Punkt geschlagen geben mussten", erläutert Hirvonen. "In diesem Jahr duellieren wir uns sogar zu dritt um die WM-Krone. Dies bedeutet: Uns steht in Spanien ein sehr interessantes Wochenende bevor. Ich denke, dass uns die 2009 in einer vergleichbaren Situation gesammelten Erfahrungen helfen. Unsere Herangehensweise wird die gleiche sein – nur das Endergebnis, das wollen wir natürlich anders gestalten …"

Dabei hält die in der Region Tarragona ausgetragene Rallye Spanien – mit 18 Wertungsprüfungen über eine Distanz von insgesamt 406,52 Kilometern die längste im WM-Kalender – einige besondere Aufgaben für die Drifter-Elite bereit. Früher eigentlich als reine Asphaltveranstaltung bekannt, gibt sich der vorletzte Saisonlauf inzwischen ein vielseitigeres Gesicht. So zeichnen sich die sechs WP der Freitags-Etappe zum Beispiel durch einen überwiegenden Schotteranteil aus, der auf den Prüfungen "Terra Alta" (35,94 km) und "Les Garrigues" (18,5 km) – die jeweils zweimal auf dem Programm stehen – immer wieder durch kurze Teer-Passagen unterbrochen wird. Ford schickt die Fiesta RS WRC dafür in voller Schotterabstimmung ins Rennen.

Gerade für den Freitag, wenn er hinter Loeb als zweites Fahrzeug in die Loipe geht, rechnet sich Hirvonen einen Vorteil aus: Sein Kontrahent wird eine staubigere Straßenoberfläche vorfinden als er. "Die erste Etappe bietet uns große Chancen, die müssen wir nutzen", so der 31-Jährige, der bereits 2005, 2008 und 2009 Podiumsplatzierungen auf der iberischen Halbinsel errungen hat. "Generell aber gilt: Wir müssen in jeder einzelnen Kurve attackieren und das Beste herausholen. Das Motto lautet ,Alles oder nichts‘, denn auf Sicherheit kann keiner von uns Titelanwärtern bei zwei noch ausstehenden Rallyes mehr setzen. Wir brauchen in Spanien ein Topresultat, um unsere Chancen vor dem Finale in Großbritannien zu wahren. Und ich weiß, dass wir das können."

Das Finale der Rallye-Weltmeisterschaft führt den WM-Tross schon traditionell nach Großbritannien: In den walisischen Wäldern rund um Cardiff fällt vom 10. bis zum 13. November endgültig die Entscheidung um den Titel.

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