Grönholm baut Vorsprung aus

Während Marcus Grönholm an der Spitze des Feldes seinen Vorsprung leicht ausbauen konnte, ist Subaru-Pilot Petter Solberg aussichtslos zurückgefallen.

3. Februar 2006

Michael Heimrich

Grönholm baut Vorsprung aus

„Hier in Schweden sehen wir erstmals, wo wir wirklich stehen!“ – Die Ankündigung von Marcus Grönholm darf die Konkurrenz durchaus als Drohung verstehen, denn die ersten beiden Bestzeiten der Rallye Schweden gingen auf das Konto des Ford-Piloten, der nun mit einem Vorsprung von 19.0 Sekunden führt.

Sebastien Loeb und Mikko Hirvonen dürfen sich zwar weiter im Windschatten von Grönholm aufhalten, fallen aber Stück für Stück zurück. Eine Zeitstrafe von 10 Sekunden dürfte Weltmeister Loeb in diesem Moment besonders bitter schmecken, die er wegen zu späten Eintreffen an der Zeitkontrolle aufgebrummt bekam. Auf der Verbindungsetappe hatte sich die Motorhaube des Xsara WRC geöffnet und war auf die Windschutzscheibe geknallt.

Auch Manfred Stohl büßte auf der zweiten Prüfung deutlich ein und rutschte vom vierten auf den neunten Rang ab. Der Österreicher startete durch die Startverzögerung von Sebastien Loeb nur eine Minute nach dem Weltmeister und wurde teilweise durch Zuschauer behindert, die auf der Strecke standen und noch nicht mit dem Österreicher rechneten. „Ein nicht gerade optimale Lösung des Veranstalters“, ärgerte sich Co-Pilotin Ilka Minor.

An die Stelle von Manfred Stohl rückte Ex-DTM-Champion Mattias Ekström im Fabia WRC. Chris Atkinson, der beim zweiten WM-Lauf erstmals den brandneuen Subaru Impreza steuern darf, belegt weiterhin den fünften Rang. Nur 0.4 Sekunden hinter dem Australier wartet Gigi Galli auf seine Chance, doch ihm hängen Daniel Carlsson und Kristian Sohlberg im Kreuz.

Petter Solberg wird dagegen den Morgen verfluchen. Eine abgerissene Antriebswelle kosteten den Topfavoriten möglicherweile bereits alle Siegchancen, denn nach nur zwei Prüfungen liegt der Norweger bereits 2:46.7 Minuten hinter der Spitze zurück.

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