FIA erhöht die Gebühren

Kurz nach Akropolis-Rallye bekamen die WM-Veranstalter von der FIA die neue Gebührentabelle serviert. Innerhalb von wenigen Tagen sollen sie nun entscheiden, ob man die zusätzlichen Kosten tragen wird.

2. Juni 2012

Michael Heimrich

Die FIA-Logik leuchtet nicht jedem ein. Für ein schlechtes Produkt soll man künftig noch mehr Geld bezahlen. Das mussten jetzt die WM-Veranstalter erkennen, die von der FIA über die neuen Gebühren informiert wurden und innerhalb von zwei Wochen (die Frist endet am 8. Juni) entscheiden müssen, ob sie weiterhin Teil der Rallye-WM bleiben möchten.

Die Planungen des Weltrats sehen eine neue und sofort fällige Zahlung von 100.000 Euro für Zeitnahme, Tracking und Fernsehen vor, zusätzlich zu den bestehenden 140.00 Euro Gebühren für einen WM-Lauf. Zusammengerechnet muss man nun eine Viertelmillion Euro an den Weltverband überweisen, um das WM-Prädikat auch tatsächlich zu bekommen. Zu Zeiten von Ex-Promoter North One Sport war die Zeitnahme und das Trackingsystem kostenlos, im Gegenzug erhielt NOS von den Veranstaltern alle TV-Rechte und zahlte dafür zusätzlich 25.000 Euro aus. 

Die neuen finanziellen Forderungen der FIA könnten zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen. Ein Veranstalter klagt: "Offensichtlich ist man verzweifelt, nachdem Abu Dhabi und jetzt Nokia als Sponsor das Weite suchten. Wir sind seit 40 Jahren in der Weltmeisterschaft und haben solche Zeiten noch nie erlebt. Sollte die Rallye-WM so weitergeführt werden, dann macht es keinen Sinn. Jeder Veranstalter verliert im Moment Geld, wie kann man da erwarten, das auch noch Extragebühren bezahlt werden können und vor allem wer kann in so einer kurzen Zeit eine deratige Entscheidung treffen?"

Simon de Banke, dessen Firma Stage-1-Technology, die Zeitnahme in der Rallye-WM durchführt, versucht die Gemüter zu beruhigen und zu vermitteln. "Die Lage der FIA ist verständlich und irgendwo muss das Geld herkommen. Wir müssen gemeinsam eine Lösung finden, welche die Belastungen für die Veranstalter mindert", sagte de Banke. "Unsere Firma macht seit zehn Jahren die Zeitnahme in der Rallye-WM und wir alle erleben im Moment eine schwierige Zeit. Die FIA braucht in diesem Jahr Unterstützung, genau wie die Veranstaltungen. Deshalb müssen wir alle Kompromisse machen und zusammenhalten."

Der FIA-Weltrat soll am 15. Juni einen vorläufigen Kalender 2013 verabschieden, allerdings werden viele Veranstaltungen unter Vorbehalt aufgenommen. Es ist noch lange nicht klar, wie die nächstjährige und künftige Weltmeisterschaft aussehen wird. Die FIA bietet den Veranstaltern in ihrem fünfseitigen Vertragsentwurf lediglich einen Einjahresvertrag an. 

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