Dramatik am Mittag

Die fünfte Prüfung der Rallye Schweden hatte es in sich. Reihenweise leisteten sich die Fahrer Fehler und an der Spitze übernahm Mikko Hirvonen das Kommando.

12. Februar 2010

Michael Heimrich

Über zehn Sekunden nahm Mikko Hirvonen dem bisherigen Spitzenreiter Sebastien Loeb auf der fünften Prüfung ab und eroberte die Führung der Rallye Schweden. „Die Straßenverhältnisse sind alles andere als gut. Aber wir haben alles gegeben“, so Hirvonen im Ziel.

Auf der ausgefahrenen Prüfung kämpfte  Sebastien Loeb auf verlorenem Posten. „Ich habe es wirklich versucht und mehr Risiken eingegangen als beim ersten Durchgang. Aber in den Fahrspuren hat sich eine Menge Schnee gesammelt. Damit habe ich gerechnet und gewusst, dass ich keine Chance habe“, beschrieb der Franzose. Auch sein Teamkollege Dani Sordo konnte an Loeb vorbeiziehen und ihn auf Rang drei verdrängen. „Jetzt ist es verdammt schwierig geworden. Man macht leicht einen Fehler“, erklärte der Spanier.

Fehler leisteten sich die Fahrer auf den weiteren Plätze und das gleich reihenweise. Erst rauschte Petter Solberg von der Strecke und rammte anschließend gar Matthew Wilson. „Er war vor uns von der Strecke gerutscht. Wir sind vorbeigezogen, doch dann ist uns der Motor beim Anbremsen eines Abzweigs abgestorben. Beim Zurücksetzen knallt uns Solberg auf einmal ins Heck“, schildert Wilson den Vorfall. Solberg versucht sich zu entschuldigen: „Ich hatte keine Spikes mehr in den Reifen. Vielleicht habe ich zuviel versucht.“

Die Ereignisse überschlagen sich, als auch noch Marcus Grönholm einen Abzweig verpasst und Zeit verliert. Subaru-Privatier Mads Östberg klagt zunächst über fallenden Öldruck, ehe auch er neben der Prüfung landet.

Nach dem sich die Dramatik der fünften Prüfung etwas gelegt hat, findet sich Henning Solberg jetzt auf Platz sieben wieder. Matthew Wilson ist Achter und Mads Östberg muss sich mit Rang neun begnügen. Keine Verschiebung gab es auf den Plätzen vier bis sechs. Jari-Matti Latvala, Sebastien Ogier und Marcus Grönholm können weiterhin ihre Positionen behaupten.

In der SWRC fährt P-G Andersson in einer anderen Liga. Der Skoda-Pilot führt nach fünf Prüfung die Wertung für S2000-Fahrzeuge bereits mit 43.0 Sekunden vor Janne Tuohino und Martin Prokop (beide Ford) an. In der PWRC liefert sich Patrik Flodin packendes Sekundenduell mit Anders Gröndal um die Führung. Pech hatte Hermann Gassner jr. Nach schnellen Zeiten rauschte der Deutsche Meister auf der dritten Prüfung von der Strecke, doch die Profi-Zuschauer aus Schweden schoben ihn rasch wieder auf die Strecke zurück. „Erst hab ich gedacht, der Tag wäre für uns gelaufen, dann waren wir ganz fix wieder zurück auf der Prüfung“, freute sich Hermann über die Unterstützung.
  
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