Die Rückkehr des Francois D.

Vor gut zwei Jahren schien die Karriere des Francois Duval in einer Sackgasse geendet zu sein. Jetzt meldet sich der Belgier eindrucksvoll zurück.

20. August 2007

Michael Heimrich

Die Rückkehr des Francois D.

Rückblende. In der Saison 2005 eilt Sebastien Loeb scheinbar mühelos von Sieg zu Sieg. An seiner Seite der junge Belgier Francois Duval, der an den Leistungen des fast übermächtig wirkenden Teamkollegen zu scheitern droht. Während Loeb seinen Titel vorzeitig verteidigen kann, fällt Duval durch eine Vielzahl von Unfällen und Abflügen auf. Trauriger Höhepunkt: Ein bis auf die Grundmauern abgebrannter Citroen Xsara in den zypriotischen Wäldern.

Mit dem Ausstieg von Citroen am Jahresende scheint auch die Karriere von Francois Duval beendet zu sein. Obwohl der junge Belgier beim Saisonfinale in Australien seinen ersten Gesamtsieg feiern kann, bleiben die Türen bei den Werksteams 2006 verschlossen. Es folgen lediglich einzelne Auftritte im privat eingesetzten Skoda Fabia – der Stern des einstig so hoch gehandelten Youngsters scheint immer mehr unter zu gehen.

Eine echte Chance sein Können erneut unter Beweis zu stellen bekommt Duval erst wieder im Sommer 2007. Das OMV-Kronos-Team stellt ihm einen Citroen Xsara zur Verfügung, jenes Auto, mit dem Sebastien Loeb fünf Mal in Folge die Rallye Deutschland gewinnen konnte. Duval nutzte die Gelegenheit und feierte ein grandioses Comeback. Im Ziel der ersten Etappe führte er die Rallye an. Nach einem Fahrfehler am Samstagmorgen fiel er zunächst zurück, kämpfte sich dann aber wieder nach vorn und zwang in einem packenden Finale WM-Spitzenreiter Marcus Grönholm in die Knie. „Wir haben am Schlusstag nochmals alles probiert und es ist aufgegangen“, jubelte Duval im Ziel. „Mit dem zweiten Platz bei meinem Xsara-Comeback habe ich den Hattrick, denn auch 2004 und 2005 landete ich auf Platz zwei. Vor allem bin ich in diesem Jahr erst der zweite Privatfahrer, der aufs Podium gekommen ist.“

Doch noch ist ungewiss, ob der 26-jährige in dieser Saison wieder im Citroen Xsara auftauchen wird. „Dieses Ergebnis ist wirklich gut für mich“, weiß Duval. „Ich hoffe, mit Kronos nach acht Monaten zu Hause weitermachen zu können. Ich hoffe auf Korsika, Spanien und Wales, und wenn ich einen Sponsor finde, bin ich dabei.“

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