Burnsie weiter im Soll

Mit Rang drei und sechs wichtigen Punkten für die Fahrer-WM kehrt Richard Burns aus Australien heim. Es scheint, als ob seine Taktik weiter aufgehen wird.

8. September 2003

Michael Heimrich

Burnsie weiter im Soll

Schafft er es wirklich? Weltmeister ohne einen einzigen Saisonerfolg? Immer mehr Experten glauben daran, dass die Taktik von Richard Burns aufgehen wird und der Peugeot-Pilot in diesem Jahr den Titel einfährt. Vier Runden vor Schluß führt er die Gesamtwertung weiter an, ohne bisher eine Rallye gewonnen zu haben.

Mit dem dritten Rang in Australien und sechs wichtigen Zählern für die Fahrerwertung baut Burns seinen Vorsprung in der WM auf nunmehr sieben Zähler aus. „Es war eine gute Rallye und ich freue mich, dass wir aufs Podium fahren konnten“, erklärte der Peugeot-Pilot im Ziel. „Auf der ersten Etappe habe ich etwas Zeit verloren, weil ich als erster Starter den Straßenfeger für meine Verfolger spielen musste. Ab dem zweiten Tag ging es vor allem darum, unsere Position zu halten, denn wir konnten die beiden Fahrzeuge vor uns nicht mehr einholen.“

Zwar konnte Petter Solberg durch seinen Sieg in Down-Under auf Gesamtplatz zwei vorrücken, doch der Erfolg des Norwegers dürfte Burns nicht ungelegen kommen, haben doch die pirelli-bereiften Subarus bei den kommenden Asphalt-Rallyes weniger Chancen, als das Paket Loeb-Citroen-Michelin. Dennoch erkennt Burns die Gefahr, die von beiden Youngstern ausgeht. „Ich bin mir sicher, dass Petter und Sebastien meine größten Gegner im WM-Kampf werden“, orakelte der Brite.

Auch die Disqualifikation von Markko Märtin gibt den WM-Plänen von Burns zusätzlichen Schub. Der Ford-Pilot zeigte bereits beim ersten Asphalt-Auftritt des neuen Focus WRC03 in Deutschland, dass sein Fahrzeug derzeit die Meßlatte auf diesem Untergrund ist, um so wichtiger für Burns die Nullnummer des Esten in Australien. „Die Disqualifikation hat uns unsere WM-Chancen genommen“, weiß auch Ford-Teamchef Malcolm Wilson.

Aus dem Titelrennen ist dagegen Weltmeister Marcus Grönholm. Der Finne patzte erneut und muss einen weiteren Ausfall verbuchen. „Für uns dürfte damit die WM gelaufen sein“, erklärte der Finne in Australien. Und Carlos Sainz? Rang fünf in Australien, vier WM-Punkte verbucht und punktgleich mit Solberg auf Platz zwei der Gesamtwertung. Es scheint, als ob El Matador auch noch ein entscheidendes Wörtchen bei der Titelvergabe mitsprechen könnte.

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