Sperrer peilt erneuten Sieg in Kärnten an

ÖM-Leader steht mit Peugeot WRC vor schwierigster Aufgabe der Saison. Noch immer macht ihm die verletzte rechte Hand zu schaffen.

13. Juni 2002

Michael Heimrich

Wenn am Freitag, den 21. Juni 2002 auf dem Hauptplatz in St. Veit/ Glan die 7. Castrol-Rallye gestartet wird, dann steht das Duo Raphael Sperrer/Per Carlsson mit dem Peugeot 206 World Rallye Car vor einer der wichtigsten Saisonaufgaben.

Seit mehr als zwei Jahren ist Sperrer in Kärnten ungeschlagen. Er gewann sowohl 2000 als auch 2001 jeweils die Bosch (Wolfsberg) und Castrol-Rallye (St. Veit/Glan) und auch im heurigen Jahr die Pirelli-Lavanttal-Rallye in Wolfsberg. Diese fünf Siege in Folge feierte Sperrer trotz stärkster Konkurrenz.

"Für mich ist Kärnten mit seinen tollen Sonderprüfungen und der interessanten Streckenführung das absolute Nr.1-Rallyeland in Österreich. In St. Veit ist der erste Tag auf Grund der Länge der Prüfungen fast vorentscheidend, aber auch der zweite sehr lange Rallyetag hat es in sich. Wer hier gewinnt, muss sehr viel dafür tun, er braucht auch das notwendige Rallyeglück. Außerdem könnte der Ausgang der Rallye vor der langen Sommerpause schon eine gewisse Bedeutung haben," stellte der momentane ÖM-Leader fest.

Raphael Sperrer laboriert immer noch an den Folgen des Kahnbeinbruches an der rechten Hand, den er sich vor 10 Wochen bei der Lavanttal-Rallye durch einen unverschuldeten Überschlag zugezogen hat: ?Ich war in der letzten Woche wieder bei Oberarzt Dr. Trost. Man kann mit der bisherigen Callusbildung zufrieden sein, trotzdem muss ich auch diesmal wieder mit einer Kunststoffschale an den Start gehen. Ich kann nur hoffen, dass sich die Belastungen bei der Castrol-Rallye in Grenzen halten und daß ich dann die Hand über den Sommer hin gänzlich auskurieren kann.?

Die Rallye selbst wird sicher wieder ein beinhartes Duell mit Manfred Stohl werden, der natürlich diesmal besonders interessiert ist, die Nase vorne zu haben. Sperrer selbst ist für St. Veit/Glan wie schon in der Vergangenheit besonders motiviert: ?Bei den beiden letzten Rallyes habe ich von Beginn an zu einer sehr guten Form gefunden. Der gefahrene Speed war gleichmäßig hoch, außerdem habe ich keinen Fehler gemacht. Unser Auto war hervorragend, das Team hat optimal gearbeitet, ich kann nur hoffen, dass dieser Zustand auch bei der Castrol-Rallye anhält."

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