Premiere für Polo S2000?

Erst knapp vor dem vorletzten ÖRM-Lauf wird sich klären, ob Andreas Waldherr als erster Fahrer ein Super 2000-Fahrzeug in Österreich an den Start bringen wird.

12. Oktober 2007

Michael Heimrich

Premiere für Polo S2000?

„Wir arbeiten Tag und Nacht am Projekt des VW Polo S2000, aber wie man sich vorstellen kann, ist das alles nicht so einfach. Es gibt da noch ein paar kleine Hürden zu überwinden, aber wir sind zuversichtlich, daß es klappen sollte, den Wagen bei der Ostarrichi-Rallye erstmals einzusetzen“, so Waldherr. „Und wenn nicht, steht immer noch das VW Golf Kit-Car zur Verfügung. Nervös sind wir natürlich, im Moment steht die Chance noch 50:50. Wie heißt es so schön: Fix ist nix.“

Und schon mit diesem – im Gegensatz zum Polo S2000 ja „nur“ ein Fronttrieb-Auto – hat Waldherr bei den letzten beiden Rallyes alle Konkurrenten mit Ausnahme von Staatsmeister Raimund Baumschlager bereits sicher im Griff gehabt.

Jedenfalls weiter mit seinem VW Golf Kit-Car wird Kris Rosenberger fahren. Auch bei ihm könnte es aber das vorläufig letzte Mal werden, denn auch er tendiert zum für den österreichischen Rallyesport wegweisenden neuen S2000-Projekt und hofft, einen solchen Boliden schon bald an den Start bringen zu können. Auf den acht Sonderprüfungen rund um Bad Hall geht es für Rosenberger zuerst einmal um einen weiteren Schritt Richtung Vizemeistertitel. „Das ist eine ganz knappe Sache im Moment. Wenn das Wetter trocken bleibt, rechne ich mir aber ganz gute Chancen aus, den 2. Platz in der Meisterschaft zu halten. Die Strecke kommt einem Kit-Car von ihrer Charakteristik durchaus entgegen und traditionell wird wohl auch kaum Splitt in den Kurven liegen.“

Hannes Danzinger vertraut weiterhin auf Erdgas-Power und folgt der Politik der kleinen Schritte. Zuletzt zweimal auf Platz 6 gelandet, würde er diesmal gerne auf Platz 5 ins Ziel kommen. Ein durchaus realistisches Ziel, wenn man die Entwicklung in Sachen Erdgas in Verbindung mit Wien Energie verfolgt.
Erdgas-Kollege Martin Ertl kann ohne Druck fahren: Für ihn geht’s nach den zuletzt konstant starken Zeiten darum, nach Möglichkeit seinen zweiten Top-10-Platz mit dem VW Golf GTI einzufahren.

Spannung herrscht bei den Dieseln. Willi Rabl sollte seinen dritten Saisonsieg landen, um noch eine Chance im Titelkampf gegen Michael Böhm und Günther Jörl zu haben. Leicht wird es ihm dabei nicht gemacht, denn Teamkollege Michael Kogler ist nach seiner derzeitigen Form sicher der große Favorit. Von einer Stallorder will im VW Rallye-Team Austria aber niemand etwas wissen.

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