Matthias Kahle: „Angst fährt mit“

Obwohl er seinen Vorsprung an der Spitze weiter ausbauen konnte, kann Matthias Kahle nicht ganz sorgenlos auffahren. Rallye-Magazin kennt den Grund.

2. Mai 2003

Michael Heimrich

„Wir fahren noch verhalten und ich höre ständig in den Motor rein“, erklärte der Görlitzer im Service. „Nach dem frühen Ausfall bei der Oberland fährt halt eine gewisse ‚Defektangst‘ mit.“

Dennoch konnte der Meister seine Führung in der Gesamtwertung weiter ausbauen. Nach zwei gefahrenen Wertungsprüfungen liegt der Görlitzer mit 25.6 Sekunden Vorsprung vorn. Dahinter kann Gruppe-N-Pilot Oscar Svedlund auf den zweiten Platz vorfahren. „Ich will die Klasse gewinnen und so nah wie möglich an die A8-Fahrzeuge heran kommen“, erklärte der Schwede seine Ziele für die Rallye.

Seine direkten Gegner zeigen sich angesichts der starken Zeiten des Mitsubish-Piloten fast schon fassungslos. „Svedlund spinnt“, meinte Hermann Gassner im Service. – „An Oscar ist kein Herankommen möglich. Er fährt in einer anderen Welt“, kommentierte Olaf Dobberkau die Leistung des Schweden.

Zufrieden´zeigte sich dagegen Carsten Mohe mit seinen bisherigen Leistungen. Bei der Schotterpremiere des neuen Clio Super1600 kann der Crottendorfer die Bestzeiten setzen und führt die Klasse mit einem Vorsprung von 25.6 Sekunden vor Horst Rotter und Rainer Jostes an. „Das Auto fühlt sich toll an. Vor allen in den Kurven kann ich sehr viel Zeit gut machen“, meinte Carsten am Mittag. – „Ich kann mir den Zeitverlust nicht erklären“, meinte Citroen-Youngster Rainer Jostes. „Auf der Strecke dachte ich, das wir gut dabei wären.“ – „An die Zeiten von Carsten kommen wir im Moment nicht ran. Für mich ist es wichtig das Auto auf Schotter kennenzulernen“, meinte Opel-Pilot Horst Rotter.

Maik Stölzel und Thomas Windisch im Skoda Octavia WRC belegen derzeit den dritten Rang. Der Zwickauer zeigte sich aber mit seinen bisherigen Leistungen nicht glücklich. „Ich weiß, dass wir noch zu langsam fahren. Am Nachmittag muss ich mich steigern“, meinte Stölzel im Service.

Probleme gab es für Andreas Gerst. Nachdem ein Reifenschaden auf der ersten Prüfung wertvolle Sekunden kostete, fiel der Skoda-Pilot durch technische Probleme an der Benzinpumpe weiter zurück.

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