Die Deutsche Rallye-Meisterschaft kehrt am 9. und 10. Oktober nach dreijähriger Pause zur 3-Städte-Rallye zurück. Für Marijan Griebel (Skoda) geht es darum, seine starke Serie fortzusetzen, Philip Geipel (Toyota) muss dagegen Boden gutmachen, wenn der Titelkampf offenbleiben soll.
Griebel gewann seine bisherigen drei DRM-Starts in dieser Saison und baute den Vorsprung mit dem Erfolg am Stemweder Berg auf elf Punkte aus.
„Ich bin die 3-Städte-Rallye während eines WRC-Gastspiels selbst gefahren und weiß, dass die Streckencharakteristik sehr speziell ist“, sagt Griebel. „Ich schätze Philip Geipel und die Porsches sehr stark ein und will im Hinblick auf den Titel so viele Punkte wie möglich holen.“
Geipel mit guten Erinnerungen
Für Geipel ist die Rallye im Bayerischen Wald eng mit einem seiner größten Erfolge verbunden. Beim letzten DRM-Aufeinandertreffen 2022 gewann er die Wertung und sicherte sich anschließend den deutschen Meistertitel. Auch die aktuelle Version der Rallye kennt der Plauener. Im vergangenen Jahr trat er dort beim WM-Lauf an, schied allerdings auf Rang vier liegend aus.
„Die Rallye ist mit 173 Wertungskilometern relativ lang, das liegt mir“, erklärt Geipel. „So komme ich besser in meinen Rhythmus. Die Prüfungen sind sehr anspruchsvoll, machen aber richtig Spaß.“
Ein zusätzlicher Faktor könnte das Wetter werden. Anfang Oktober sind im Bayerischen Wald wechselnde Bedingungen keine Seltenheit, entsprechend wichtig dürfte die Reifenwahl werden.
Porsche-Fraktion erneut mit Chancen
Neben Griebel und Geipel gehören auch die Porsche-Teams Carsten Mohe und Julius Tannert zum Kreis der Kandidaten für die vorderen Plätze. Gerade die schnellen Asphaltpassagen könnten dem 911 Rally GT bei entsprechenden äußeren Bedingungen entgegenkommen.
DRM4: Pusch will wieder siegen
Für Patrick Pusch lief es am Stemweder Berg im Opel Corsa Rally4 nicht wunschgemäß. Nach einer Strafe verpassten die Tabellenführer den Sieg. „Das ist abgehakt. Wir schauen nach vorn“, so Pusch. „Die 3-Städte-Rallye ist anspruchsvoll. Es gibt große Höhenunterschiede und in den Bergen kann es sehr neblig werden. Ich wurde hier 2014 hinter dem späteren Europameister Emil Bergkvist Vizemeister im Opel Cup. Aber Zweiter will ich diesmal nicht werden“, legt sich der Opel-Fahrer fest.
Starke Gaststarter
Zusätzliche Qualität kommt aus Österreich. Hermann Neubauer (Toyota), frisch gekürter österreichischer Meister, tritt ebenfalls im GR Yaris Rally2 an. Dazu kommt Albert von Thurn und Taxis (Skoda) im Fabia RS Rally2. Insgesamt haben 63 Teams aus Deutschland, Österreich, Tschechien und Ungarn genannt.
Neben der DRM werden bei der Veranstaltung auch der Mitropa Rally Cup und die Südbayerische ADAC-Rallye-Meisterschaft ausgetragen.
Durch Deutschland und Österreich
Die diesjährige 3-Städte-Rallye umfasst zwölf Wertungsprüfungen mit insgesamt 173 Kilometern. Der Start erfolgt am Freitag um 15 Uhr auf dem Marktplatz in Hauzenberg.
Vier Prüfungen stehen am ersten Tag auf dem Programm, darunter der Rundkurs „Granit & Wald“, auf dem die Fahrzeuge mehrfach an den Zuschauerbereichen vorbeikommen.
Am Samstag beginnt die zweite Etappe um 8 Uhr. Mit „Made in FRG“ wartet die längste Prüfung der Rallye, sie misst mehr als 24 Kilometer. Später führt die WP „Böhmerwald II“ erneut über die Grenze zwischen Deutschland und Österreich, bevor „Bayerischer Wald II“ den sportlichen Schlusspunkt setzt.
Die Siegerehrung beginnt am späten Samstagabend um 20:35 Uhr auf dem Marktplatz in Hauzenberg.




