3-Städte nicht mehr in Straubing

Mit dem Verlust des EM-Prädikats steht der ADAC Südbayern nicht mehr als Veranstalter zur Verfügung. Jetzt sollen die Strecken der Rallye Ostbayern genutzt werden.

26. März 2004

Michael Heimrich

Nach kurzfristig bekannt gewordenen einschneidenden Änderungen der Rahmenbedingungen für die Rallye-Europameisterschaft 2004 sieht der ADAC Südbayern keine Möglichkeit mehr für die Ausrichtung eines EM-Laufs in Straubing. „Wir sind vom internationalen Motorsportverband FIA vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Nach eingehender Prüfung haben wir das EM-Prädikat zurückgegeben und eine grundsätzliche Neubewertung vorgenommen“, sagte Vorsitzender Dr. August Markl in Straubing.

Mit dem Verlust des EM-Prädikats steht der ADAC Südbayern nicht mehr als Veranstalter zur Verfügung. Für den von der Entscheidung ebenfalls betroffenen deutschen Rallyesport wurde eine Lösung gefunden, die sowohl den Traditionsnamen 3-Städte-Rallye als auch die sportliche Qualität auf nationaler Ebene sichert.

Das Finale zur Deutschen Rallyemeisterschaft 2004 (DRM) wird vom 21. bis 23. Oktober von der Veranstaltergemeinschaft Ostbayern, einem Zusammenschluss der ADAC-Ortsclubs MSC Fürstenzell und MSG Bayerischer Wald Hutthurm, organisiert. Sie ist Ausrichter der rund um das Bäderzentrum Bad Füssing stattfindenden Rallye Ostbayern und steht auch künftig als Veranstalter eines DRM-Laufs zur Verfügung. Die 3-Städte-Rallye wird die vor Ort vorhandene Organisationsstruktur und die Wertungsprüfungen der Rallye Ostbayern nutzen.

„Nach 19 Jahren intensiver Aufbauarbeit mit dem erklärten Ziel in Straubing ein international besetztes Motorsport-Top-Event auf Dauer zu etablieren, ist uns völlig überraschend die Planungsgrundlage entzogen worden“, bedauerte Dr. Markl die Entscheidung. – Bei der Festlegung der neun künftig zur EM zählenden Wettbewerbe hat eine Rolle gespielt, dass es mit der Rallye Deutschland hierzulande bereits einen Weltmeisterschaftslauf gibt.

Trotz unbestrittener sportlicher Qualitäten hatte die 3-Städte deshalb wohl keine echte Chance, in die engere Wahl zu kommen, vermutet Markl und betonte: „Mit dem Erhalt der Traditionsmarke 3-Städte-Rallye verbindet der ADAC Südbayern die Option, bei veränderten sportpolitischen Rahmenbedingungen nach Straubing zurückzukehren.“

Nach dem neuen Reglement wäre die 3-Städte-Rallye ebenso wie die anderen bislang zur EM zählenden Wettbewerbe zu einem Zonen-Cup abgewertet und für Spitzenpiloten uninteressant geworden. Hinzu kommt ab sofort ein generelles Startverbot für die attraktiven Top-Fahrzeugkategorien „World Rally“ Car“ und die technisch ähnliche Klasse A8 sowie nahezu unlösbare Organisationsfragen im Hinblick auf die Abgrenzung zur Deutschen Rallyemeisterschaft. Der durch das EM-Prädikat und ein hochkarätiges internationales Starterfeld bedingte hohe organisatorische Aufwand seitens des ADAC wäre angesichts eines Starterfeldes von 30 bis 40 überwiegend als Privatfahrer antretenden Teams in der DRM nicht zu rechtfertigen, hieß es in der Erklärung abschließend.

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