Auf in den Norden

Holsten-Rallye bringt DRC und Schotter-Cup zusammen

Bei der 61. Holsten-Rallye treffen an diesem Wochenende die Fahrer des Ravenol Deutschen Rallye Cup auf die Schotter-Fraktion. Rund um Putlos warten 73 Wertungskilometer mit einem Schotteranteil von rund 35 Prozent.

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24. September 2026

Michael Heimrich

Holsten-Rallye bringt DRC und Schotter-Cup zusammen

Die Holsten-Rallye gehört zu den wenigen Veranstaltungen, bei denen zwei sehr unterschiedliche Welten direkt aufeinandertreffen. Für die Teams des Ravenol Deutschen Rallye Cup ist der Lauf bei Oldenburg in Holstein der zwölfte und damit vorletzte Vorlauf der Saison. Gleichzeitig kommen zahlreiche Spezialisten aus dem DMSB Schotter Cup nach Putlos.

Der Termin war ursprünglich für Anfang August vorgesehen, musste wegen der militärischen Nutzung des Bundeswehrübungsplatzes verschoben werden. Damit rutschte die Rallye aus der vergleichsweise ruhigen Sommerphase in einen ohnehin dicht belegten Herbstkalender. 46 Fahrzeuge haben für die Rallye 70 genannt, dazu kommen sechs Teilnehmer der Retro-Rallye.

An Qualität fehlt es dem Feld trotzdem nicht. Sieben R5- und Rally2-Fahrzeuge stehen am Start.

Starke Rally2-Fraktion am Ende des Feldes

Wie im Schotter-Cup üblich, startet das Feld in umgekehrter Reihenfolge. Die schnellsten Fahrzeuge kommen also erst zum Schluss.

Mit Startnummer 46 gehen Sönke Milon (Ford) und Nina Milon auf die Strecke. Vor ihnen warten mehrere ausgewiesene Schotter-Spezialisten: Stig Andervang (Hyundai), Petri Reinikainen (Ford), Dark Liebehenschel (Skoda), Timo Broda (Ford) und Herbert Läsch (Skoda).

Dazwischen mischen sich die DRC-Piloten Christopher Gerhard (Skoda) und Michael Bieg (Mitsubishi). Gerhard reist mit Rückenwind an, nachdem er am vergangenen Wochenende die Rallye Kohle und Stahl gewonnen hat.

„Die Konkurrenz ist mega stark, deshalb gehen wir ganz devot an die Sache heran“, sagt Gerhard. „Wir wissen, dass die auf Schotter alle stärker sind als wir, aber vielleicht können wir auf den Asphalt-Passagen den einen oder anderen hinter uns lassen.“

Für Bieg ist Putlos ebenfalls kein unbekanntes Terrain. Beim letzten Versuch, dort DRC-Punkte zu sammeln, landete er nach zwei starken Zeiten im Graben. „Mit einem vernünftigen Ergebnis können wir in der DRC-Tabelle einen großen Sprung nach vorne machen“, sagt Bieg. „Das möchte ich diesmal vermeiden.“

Kevin Müller wechselt zurück in den Opel

Kevin Müller (Toyota) muss nach seinem technischen Ausfall bei der Rallye Kohle und Stahl kurzfristig umplanen. Der GR Yaris wurde stärker beschädigt als zunächst angenommen und steht für Putlos nicht zur Verfügung. Müller startet deshalb gemeinsam mit Stephanie Spreitzer im Opel Kadett GSi. „Unser Rallye-Oldie ist daher die einzige Chance auf ein siebtes Resultat bei den Vorläufen“, erklärt das Duo. „Wir hoffen, dass er Putlos gut übersteht.“

Auch Tony Bayer wechselt das Auto. Statt mit dem BMW tritt er gemeinsam mit Dominik Bus im Seat Ibiza an. Der Grund ist der hohe Schotteranteil. „Wir sind gespannt auf die Putlos-Prüfungen, die sollen schon heftig sein“, sagt Bayer. „Durch die gedrehte Startreihenfolge sollten wir zumindest im ersten Durchgang eine gute Streckenbeschaffenheit haben.“

73 Kilometer, zwei Schleifen

Die Holsten-Rallye umfasst insgesamt 73 Wertungskilometer. Rund zwei Drittel werden auf Asphalt gefahren, der Rest auf Schotter.

Das Rallyezentrum befindet sich auf dem Firmengelände von Sönke Milon in Lensahn. Der erste Durchgang beginnt um 11:30 Uhr und umfasst den Asphalt-Rundkurs Suxdorf sowie zwei Mischprüfungen auf dem Truppenübungsplatz Putlos. Die zweite Schleife startet ab 14:15 Uhr.

Für Zuschauer ist Putlos selbst gesperrt. Der einzige ausgewiesene Zuschauerpunkt befindet sich in Suxdorf, wo die Teilnehmer pro Durchgang dreimal vorbeikommen.

Mehr Infos unter www.msc-holstein.de

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