Opel-Cup: Werden die Karten neu gemischt?

Der spannende Auftakt zum ADAC Opel Rallye Cup 2014 weckt hohe Erwartungen an das zweite Kräftemessen bei der Rallye Stemweder Berg am kommenden Wochenende.

11. Juni 2014

Michael Heimrich

Gleich mehrere Teams haben beim Saisonstart einen starken Eindruck hinterlassen – in erster Linie natürlich die Podestbesetzung Emil Bergkvist/Sofie Lundmark aus Schweden, Dominik Dinkel/Bianca Pfaff aus Deutschland und Jacob Madsen/Ole R. Frederiksen aus Dänemark, aber auch Geheimtipps wie die in Hessen viert- und fünftplatzierten Benjamin Krusch/Robert Patzig sowie Patrick Pusch/Andreas Luther, mit denen auch auf den schnellen Asphalt-Prüfungen an der Grenze von Nordrhein-Westfalen zu Niedersachsen zu rechnen sein wird.

Besonderes Augenmerk gilt zweifellos Julius Tannert und Jennifer Thielen. Das sächsisch-luxemburgische Duo hatte sich beim Auftakt bis zu ihrem unglücklichen Ausritt in der viertletzten Wertungsprüfung ein beinhartes Duell mit Bergkvist/Lundmark um den Sieg geliefert. „Der Abflug war natürlich höchst ärgerlich, aber wenigstens konnten wir zeigen, dass wir das Tempo haben, um ganz vorne mitfahren zu können. Und das haben wir auch in Stemwede wieder vor”, kündigt Julius Tannert an. Nach Revanche lechzen auch Yannick Neuville und Christophe Meyer. Gleich zwei Unfälle hatten den hohen Ambitionen der Belgier bei ihrem ersten Punktlauf im ADAC Opel Rallye Cup einen herben Dämpfer versetzt.

Emil Bergkvist, der am 17. Juni erst 20 Jahre wird, geht somit als Tabellenführer in die zweite Veranstaltung der Saison – und das, nachdem der Schotter-erfahrene Schwede stets betont hatte, er habe den ADAC Opel Rallye Cup eigens ausgewählt, um in Deutschland das schnelle Fahren auf Asphalt zu erlernen. „Wir hätten nicht erwartet, dass es von Anfang an so gut läuft. Eine andere Erwartung ist dagegen eingetreten – der Kampf um die Spitzenpositionen im ADAC Opel Rallye Cup ist extrem hart. Aber genau so soll das sein“, erklärt der Skandinavier.

Für zahlreiche Teams aus dem ADAC Opel Rallye Cup stellt die Rallye Stemweder Berg ein echtes Heimspiel dar. Nicht weniger als fünf der 140 PS starken Cup-ADAM laufen unter der Bewerbung des veranstaltenden ADAC Ostwestfalen-Lippe e.V. Die Anfahrt für Niklas Stötefalke von Bad Oeynhausen beträgt weniger als 50 Kilometer, und die Stemweder Paarung Marcel Wendt und Kay Papenfuß, beim ersten Lauf in Hessen starke Achte, schläft zwischen den Rallye-Tagen ohnehin im eigenen Bett.

Van de Mars verpflichtet Bufe

Neuigkeiten gibt es im Team mit der Startnummer 40. Lina Van de Mars hat für die restliche Saison mit Sandra Bufe eine neue Copilotin engagiert. Die 34-Jährige stammt aus Suhl, lebt aber mittlerweile wie ihre neue Pilotin in Berlin. „Mit Sandra habe ich eine erfahrene Beifahrerin gefunden, die mir mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. Das ist natürlich gerade in der Anfangsphase unbezahlbar. Ich freue mich auf eine tolle Saison mit uns beiden Berlinerinnen. Großstadtmädels mit Benzin im Blut und einer großen Liebe zum Rallyesport – das ist doch mal ein Paket, das sich sehen lassen kann”, freut sich Lina Van de Mars.

Die Rallye Stemweder Berg ist eine klassische Ein-Tages-Veranstaltung. Das erste Auto rollt am Samstag um 8:01 Uhr aus dem Service in Stemwede, die Zielankunft erfolgt nach zwölf Wertungsprüfungen über 109,4 Asphalt-Kilometer ab 18:01 Uhr. 

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