Wieder Pech für Grönholm?

Die Rallye Neuseeland ist eine Lieblings-Rallye des zweifachen Weltmeisters Marcus Grönholm, aber sein neuer Peugeot 307 WRC zeigt sich anfällig.

7. April 2004

Michael Heimrich

„Die Schotterstrecken auf der neuseeländischen Nordinsel sind extrem anspruchsvoll, sie machen die Veranstaltung zu einer echten Fahrer-Rallye“, erklärt der Finne, der mit dem Peugeot 307 WRC an den Start geht. Bei seinem siebten Einsatz auf der Pazifik-Insel will Grönholm den Hattrick schaffen; er konnte bereits in den beiden Vorjahren siegen. Außerdem hat der Finne die Chance auf den insgesamt vierten Neuseeland-Sieg seiner Karriere nach 2000, 2002 sowie 2003 und wäre damit neben Carlos Sainz der bisher erfolgreichste Fahrer der Rallye Neuseeland.

Marcus Grönholm, der vor dem vierten Saisonlauf mit nur vier Punkten Rückstand Rang drei in der Fahrer-WM belegt, zeigt sich optimistisch: „Der Peugeot 307 WRC war bei den ersten drei Einsätzen der Saison sehr schnell. Wenn das Auto nun auch zuverlässig ist, haben wir gute Chancen auf den Sieg.“ Unterstützt wird Grönholm von seinem Landsmann Harri Rovanperä, der seit der Rallye Mexiko für zunächst zwei Einsätze den belgischen Asphalt-Spezialisten Freddy Loix im zweiten Werks-Peugeot 307 WRC ersetzt. „Ich mag diese Rallye“, berichtet Rovanperä, der in Neuseeland bei seinen sechs bisherigen Einsätzen zwei Podiumsplätze errang. „Ich will natürlich so weit wie möglich nach vorn fahren.“

Die Rallye Neuseeland ist der erste und bislang einzige WM-Lauf, der in der Saison 2004 nach dem neuen Mille Pistes-Konzept ausgetragen wird. Auf der Pazifik-Insel dürfen die WM-Piloten vor der Rallye nur einen Trainingsdurchgang für den Aufschrieb absolvieren. Der zweite Durchgang wird jeweils am Morgen vor der eigentlichen Rallye-Etappe stattfinden. „Ich mag diesen Ablauf nicht“, kritisiert Marcus Grönholm. „Dadurch sind die Arbeitstage sehr lang und wir stehen unter ständigem Stress, den sehr engen Zeitplan einzuhalten.“

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