Toyota: Mehr Leistung für das Heimspiel

Mutige Männer in ihren fliegenden Kisten: Mit der Rallye Finnland steht der wohl verrückteste WM-Lauf des ganzen Jahres auf dem Programm. Nirgendwo ist das Tempo höher und die Sprünge gewaltiger. Nirgendwo steht das neue Toyota-Team so im Mittelpunkt.

20. Juli 2017

Michael Heimrich

Tommi Mäkinen hat sich gleich mehrere Träume erfüllt. Er wurde nicht nur vier Mal Rallye-Weltmeister, auf seinem Bauernhof in Puuppola etablierte er auch jenes Werksteam, mit dem Autogigant Toyota das erfolgreiche Comeback in der Weltmeisterschaft gelang. Was viele Beobachter zunächst als Nachteil ansahen, kehrte Mäkinen in einen Vorteil um, denn direkt vor den Garagen liegen perfekte Teststrecken, auf denen die Techniker den Yaris WRC optimieren können.  
Entsprechend gut vorbereitet geht es nun zur Rallye Finnland und die Erwartungen der einheimischen Fans an das erste WRC-Team ‚Made in Finland’ sind gewaltig. Nachdem die Siegesserie von Sebastien Loeb und Sebastien Ogier durch Jari-Matti Latvala gestoppt werden konnte, holte im Vorjahr mit Kris Meeke erneut ein Nicht-Skandinavier den Sieg. Außerdem setzte der Citroën-Pilot mit einem Schnitt von 126,62 km/h einen neuen Temporekord. Das schmerzte die stolzen Finnen, schließlich sollten doch die mutigsten Tiefflieger aus ihren Reihen kommen.
Die Vorzeichen stehen jedenfalls gut, dass Latvala in diesem Jahr wieder ganz oben stehen wird. Der Yaris WRC verfügt über eine ausgeklügelte Aerodynamik, ist bestens auf die Bedingungen abgestimmt und pünktlich zum Saisonhighlight liefert die Toyota Motorsport GmbH (TMG) einen kräftig überarbeiteten Turbovierzylinder. Der Motor wird nicht nur über mehr Leistung und Drehmoment verfügen, das neue Triebwerk soll auch standfester sein. Möglich machte das eine Verfeinerung des Zylinderkopfs und des Ladesystems. Für Mäkinen und seine Fahrer sind das mehr als gute Nachrichten, denn nach der ultra-schnellen Rallye Polen setzt die Königsklasse des Rallye-Sports ihren Geschwindigkeitsrausch im Land der 1.000 Seen fort. 
Ob Mäkinen, der in seiner Heimat längst Kultstatus besitzt, während des Wochenendes viel zum Schlafen kommt, wird sich zeigen. Aber immerhin könnte er die wenigen Minuten, die ihm zum Entspannen bleiben, zu Hause genießen. Vom Teamsitz bis zum Servicepark im Jyväskylä sind es nur knappe 15 Autominuten.
 

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