Solberg: Pikes Peak „light“

Petter Solberg hat sich fest vorgenommen, die 10-Minuten-Schallmauer beim Pikes-Peak-Bergrennen zu brechen. Möglicherweise jedoch erst 2012.

12. Mai 2011

Michael Heimrich

An seinen Plänen hält Petter Solberg weiter fest. Er will als erster Fahrer die Zehn-Minuten-Schallmauer beim Pikes-Peak-Bergrennen im US-Bundestaat Colorodo  durchbrechen. Weil aber Geschäftspartner und Chefingenieur François Xavier „FX“ Demaison seit März für Volkswagen am neuen Polo WRC arbeitet, muss Solberg seine Pläne neu überdenken.

Statt wie geplant im Anschluss an die Rallye Argentinien einen ersten Höhentest mit dem selbstentwickelten Prototypen „PS-FX 1“ in den Anden zu unternehmen, verlagerte Solberg die Probefahrten jetzt nach Spanien. Die wichtigen Abstimmungsarbeiten in extremer Höhenlage können deshalb nicht stattfinden. Statt auf bis zu 4.500 Meter wie in Südamerika, muss sich die norwegisch-französische Truppe auf der iberischen Halbinsel mit maximal 2.500 Höhenmeter begnügen.

Auch beim Motor schraubt Solberg zurück. Zum Einsatz kommt nicht wie zunächst geplant ein rund 900 PS starken 6-Zylinder-Biturbo, sondern ein aufgeladener Vierzylinder. „Das hat zumindest den Vorteil, dass wir dadurch insgesamt kleiner und leichter bauen können“, sagt Chefkonstrukteur Demaison.

Petter Solberg zeigt sich dennoch gewohnt optimistisch, wenn es um sein Pikes-Peak-Debüt am 26. Juni geht. „In diesem Jahr wird es eben eine Art Pikes-Peak „light“. Was nicht heißt, dass wir nicht schon jetzt versuchen, die magische 10-Minuten-Grenze zu knacken“, so der Norweger. Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit wird Solbergs  ganz großer Angriff auf den Streckenrekord möglicherweise erst 2012 stattfinden. Zur Zeit liegt dieser bei 10:01:408 Minuten. Aufgestellt 2007 von Nobuhiro „Monster“ Tajima in einem Suzuki XL7 Prototyp.

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