Sekundenduelle in Finnland

Das Regenwetter wirbelt auch in Finnland das Klassement kräftig durcheinander. Seb Loeb kam am besten zurecht und macht Jagd auf Marcus Grönholm.

18. August 2006

Michael Heimrich

Am Ende der ersten Etappe wurde es noch spannender. Anhaltender Regen hatte die Strecken der Rallye Finnland ordentlich aufgeweicht und verschärfte die Bedingungen deutlich. Weltmeister Sebastien Loeb kam damit am besten zurecht und verkürzte seinen Rückstand auf Spitzenreiter Marcus Grönholm auf nur noch 12 Sekunden. „Die letzten Prüfungen waren unglaublich und verdammt rutschig“, so der Franzose. „Am Morgen war Marcus sehr schnell, aber wir konnten jetzt wieder aufholen.“

Grönholm blieb trotz der Loebschen-Attacke locker und freute sich über den ersten Tageserfolg, den er mit der Bestzeit in der abschliessenden Zuschauerprüfung ´Killeri´ krönte. „Ein gutes Ergebnis. Das Auto war einfach fantastisch. Aber die letzten Kilometer waren extrem glatt und wir haben im Schlamm zuviel Zeit verloren“, erklärte der Ford-Pilot. Teamkollege Mikko Hirvonen kann sich zwar auf Rang drei halten, verlor aber durch einen Fehler wertvolle Sekunden. „Wir haben den Motor am Start abgewürgt“, ärgerte sich der Finne. „Der Tag war ok, bis auf die letzte Prüfung.“

Petter Solberg musste sich mit einem angeschlagenen Subaru Impreza über die letzten Prüfungen des Tages schleppen. Eine gebrochene Spurstange sorgte für ein abenteuerliches Fahrverhalten, aber der Norweger bleibt dicht hinter Mikko Hirvonen auf Platz fünf. „Morgen greife wir wieder an“, machte Solberg klar. Bruder Henning konnte mit schnellen Zeiten auf sich aufmerksam machen und verteidigt seinen fünften Rang im Gesamtklassement. Chris Atkinson konnte nicht mehr nachsetzen und schleppte sich mit einem überhitzten Motor ins Ziel der achten Prüfung.

Im Kampf um die letzten Punkteplätze hat Gigi Galli einen Zahn zugelegt und den Rückstand auf Dani Sordo auf nur noch 3.2 Sekunden verkürzt. Daniel Carlsson musste sich nach einem Problem auf den letzten Wertungskilometern aus dem Kampf vorzeitig verabschieden.

Manfred Stohl, der am Nachmittag einen großen Stein traf und viel Zeit verlor, liegt mit 9:02.1 Minuten Rückstand abgeschlagen auf Platz 15. „Damit kannst du nichts mehr gewinnen. Aber nach dem Ausfall von Katajamäki werde ich schauen, dass ich noch Wilson erwische. Dann wäre zumindest ein Herstellerpunkt gesichert. Und wer weiß, was morgen und am Sonntag noch passiert“, so der OMV-Pilot.

Am Abend steht der zweite Durchgang über die Zuschauerprüfung“Killeri“ auf dem Programm. Die Rallye wird am Samstag mit acht Sonderprüfungen fortgesetzt, die über 144,90 Kilometer gehen. Der Start erfolgt um 6:00 Uhr in Jyväskylä, das Etappenziel ist gegen 20:00 Uhr erreicht.

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