Sebastien Loeb dominiert weiter

Sebastien Loeb dominiert die Anfangsphase der Rallye Deutschland nach Belieben: Drei Prüfungen und drei Bestzeiten sorgen für eine klare Führung.

15. August 2008

Michael Heimrich

Sebastien Loeb dominiert weiter

Eine kleine Eingewöhnungsphase gönnte sich der Weltmeister, doch dann legte er los. „Nachdem ich ein gutes Gefühl für die neuen Einheitsreifen auf Asphalt hatte, haben wir voll angegriffen“, erklärte Loeb, nach seiner dritten Bestzeit in Folge, die ihm eine Führung von 15.3 Sekunden im Klassement einbrachte. „Ein wirklich guter Start“, freute sich der Spitzenreiter.

Ganz anders die Seelenlage bei seinem Teamkollegen Dani Sordo. „Ich hatte kein gutes Gefühl für die neuen Reifen, obwohl wir die gleichen Pneus hatten wie Seb“, klagte der Spanier, der zeitgleich mit Mikko Hirvonen auf den dritten Rang liegt. Der Finne hat seine Siegeshoffnungen schon nach der dritten Prüfung begraben. „Sebastien ist so schnell hier. Wir konzentrieren uns nun auf Dani“, so Hirvonen.  Auch der zweite Ford-Werkspilot schraubte seine Erwartungen zurück. „Ich bin eben kein Asphaltspezialist und muss noch eine Menge lernen“, erkannte Jari-Matti Latvala, der mit 35.8 Sekunden Rückstand auf Platz sieben liegt.

Auch Francois Duval konnte gegen den Sturmlauf von Sebastien Loeb wenig ausrichten. Zum einen musste sich der Belgier auch erst an die neuen Einheitsreifen auf Asphalt gewöhnen, zum anderen bremsten ihn Getriebeprobleme seines Stobart-Fords ein. „Ich hatte wirklich kein gutes Gefühl im Auto“, erklärte Duval, der weiterhin Vierter ist.

Zum Platztausch kam es im Subaru-Team. Petter Solberg verwies Chris Atkinson auf Platz sechs und eroberte den fünften Rang. Sein älterer Bruder Henning beschädigte bei einem Fahrfehler die Front seines Ford Focus und büßte dabei wertvolle Zeit ein. Mit 55.2 Sekunden Rückstand belegt der Norweger am Mittag den letzten Punkterang.

In der Junior-WM kann sich Martin Prokop weiterhin an der Spitze behaupten. Der Tscheche führt mit 8.9 Sekunden vor Sebastien Ogier und Aaron Burkart. „Unser Auto untersteuerte stark“, so Burkart. „Der dritte Platz geht in Ordnungen, aber wir wollen dran bleiben und uns weiter steigern.“ – Florian Niegel büßte wegen der defekten Gegensprechanlage seines Suzuki Swifts weiter Zeit ein und ist Fünfter.

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