Reifenknappheit

Die Rallye-Weltmeisterschaft ist eine logistische Herausforderung - auch für den Reifenhersteller Michelin. Es mangelt an Nachschub, M-Sport bleiben nur 36 Stück des neuen Pneus für Tests im Vorfeld des achten Saisonlaufs in Finnland. Noch dicker kommt es für Martin Prokop.

16. Juli 2014

Michael Heimrich

Michelin bringt ab der Rallye Finnland den neuen „LTX Force“-Reifen in die Rallye-Weltmeisterschaft. Wegen des engen Terminkalenders des Reifenherstellers (die Reifen für die Rallye Australien müssen verschifft werden, dazu kam das 24-Stunden-Rennen von Le Mans) muss nun M-Sport in den sauren Apfel beißen. Dem WRC-Team stehen für die fünftägigen Finnland-Tests gerade einmal 36 Reifen zur Verfügung.
„Wir werden uns auf Mikko konzentrieren und ein gutes Setup mit den neuen Reifen erarbeiten“, sagt Reifeningenieur George Black auf WRC.com. „Darauf sollten auch Elfyn und Robert aufbauen können. Aber möglicherweise bleiben ihnen nur je vier frische Reifen für die Testfahrten.“ Für die finnischen Pisten soll die weiche Mischung (S4) des neuen Michelin-Reifens am besten geeignet sein. Bei unerwartet rauen Streckenbedingungen oder extrem heißen Temperaturen könnte auch der harte Reifen (H4) zum Einsatz kommen.
Black fürchtet allerdings, dass der S4 für die finnischen Verhältnisse zu weich sein könnte. Der Reifen wird auch bei der Rallye Wales im November, wo kalte und schlammige Bedingungen zu erwarten sind, genutzt. „Wir müssen das ordentlich durchspielen und mit den Daten des alten Reifens vergleichen. Vielleicht funktioniert der neue gut, aber das wissen wir einfach jetzt noch nicht. Keine leichte Situation“, meint Black.
Michelin glaubt, dass der neue 15-Zoll-Reifen genauso haltbar ist wie der alte „Latitude Cross“, der in Polen zum letzten Mal zum Einsatz kam, dass er aber mehr Grip bietet. „Die neuen Michelin LTX Force S4 und H4 haben ein gründliches Testprogramm durchlaufen. In Finnland wird sich ihr Potenzial zeigen“, ist Rallye-Manager Jacques Morelli überzeugt.
„Null Reifen“
Davon würde sich gerne auch Privatier Martin Prokop überzeugen. Allerdings muss Prokop tatsächlich bis zur Rallye Finnland warten, um die neuen Reifen zum ersten Mal aufziehen zu dürfen. Für das Jipocar Czech National Team sind keine Pneus für die Testfahrten übrig. „Uns stehen null Reifen zur Verfügung“, sagt Teammanager Quirin Müller.

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