Rallye mit Herz und Verstand

Einen Weltmeisterschaftslauf von Freunden für Freunde will der ADAC organisieren und will dabei besonderen Wert auf den Zuschauer-Service legen.

17. Juni 2004

Michael Heimrich

Eine Rallye mit Herz und Verstand präsentiert Rallye-Leiter Armin Kohl (Wittlich): „Entlang der kompakten Strecke mit nur 1.070 Streckenkilometern und davon 411 auf Bestzeit in 24 Wertungsprüfungen hat der ADAC deutlich mehr Zuschauerpunkte eingerichtet und setzt zur Zuschauerlenkung auch mehr Personal ein.“ Standen in 2002 erst 29 und in 2003 bereits 88 ausgewiesene Publikumszonen auf dem Service-Programm, so weisen die Organisatoren für die diesjährige OMV ADAC Rallye Deutschland (19.-22. August) gleich 111 Zuschauerschwerpunkte plus die Start-und-Ziel-Zone an der Porta Nigra aus.

„Über 2.000 speziell geschulte Marshalls stehen für die Streckensicherung und Zuschauerlenkung bereit“, betont Kohl und als pensionierter Polizeibeamte unterstreicht er natürlich: „Rund 300 Polizisten aus Rheinland-Pfalz und weitere 200 aus dem Saarland werden uns dabei unterstützen.“ Etwa 40 Prozent der Zuschauer werden wieder aus dem Ausland erwartet, doch Sprachbarrieren werden keineswegs als Hindernis angesehen. Kohl erläutert: „Nicht nur Polizei-Psychologen haben uns darüber aufgeklärt, dass einfache Richtungs- oder Warnhinweise auch ohne tiefere Fremdsprachenkenntnisse der Marshalls von Jedermann verstanden werden.“

Mit dem Rallye-Zentrum in Trier und Stationen an der Mosel, im Hunsrück und dem nördlichen Saarland ist die OMV ADAC Rallye Deutschland nicht nur sportlich höchst reizvoll. Auch geographisch führt die Rallye durch einige der schönsten Ecken der Republik. Ob im Weinbaugebiet an der Mosel, dem „Hinkelsteinland“ um Baumholder oder dem grünen Herzen des Saarlands um St. Wendel – Fans und Teams und Medien-Vertreter erwartet eine Rallye, bei der die schöne Aussicht inklusive ist.

„Der Rallye-Termin vom 19. bis 22. August ist für uns ideal“, betont Rallye-Leiter Armin Kohl: „Zu dem Zeitpunkt ist in den Weinbergen Instandhaltungsruhe, die Felder sind bereits abgeerntet und wir haben Platz für die Zuschauer sowie Parkfläche.“ So wurden bereits etliche Felder von Landwirten zur Verfügung gestellt, die für ihren Beitrag zum deutschen WM-Lauf nur einen Euro Parkgebühr pro PKW kassieren.

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