Die Rally1-Fahrzeuge der neuen Generation sollen 2027 etwas mehr Leistung erhalten. Die FIA plant, den Restriktor von 32 auf 33 Millimeter zu vergrößern. Davon profitieren sowohl komplett neu entwickelte Autos wie der Toyota WRC27 oder die Projekte von Project Rally One und WRT Rally1 Spain als auch Rally2-Fahrzeuge mit dem neuen WRC-Kit.
FIA-Technikdirektor Xavier Mestelan Pinon spricht von einer gezielten Anpassung, nicht von einem grundlegenden Leistungssprung. „Der Plan ist, die Leistung ein wenig zu erhöhen. Große Änderungen gibt es nicht.“
Nach Einschätzung der Teams bringt der größere Restriktor rund drei Prozent mehr Luftdurchsatz. Daraus sollen etwa zwölf zusätzliche PS resultieren. Damit würde die Rally1-Leistung wieder über 300 PS steigen, während Rally2-Fahrzeuge bei rund 290 PS bleiben.
Rally2-Kit-Fahrzeuge werden leichter
Für Autos, die aus einem Rally2-Modell in die Rally1-Kategorie hochgerüstet werden, gibt es noch einen zweiten Vorteil. Das Mindestgewicht sinkt um zehn Kilogramm.
Das betrifft beispielsweise M-Sports Ford Fiesta, der 2027 mit einem entsprechenden Upgrade-Kit in der Topklasse antreten soll.
Die FIA reagiert damit auf eine Sorge, die seit der Vorstellung des neuen Reglements immer wieder geäußert wurde: Der Leistungsabstand zwischen Rally1 und Rally2 könnte zu klein werden.
Ein Insider bringt das Problem auf den Punkt: Für neue Konstrukteure sei es schwer vermittelbar, wenn ein Fahrzeug der zweiten Kategorie ein Topauto schlagen könne. Genau diese Trennlinie will die FIA nun wieder deutlicher ziehen.
Entscheidung soll Mitte Oktober fallen
Zusätzlich will die FIA den Herstellern mehr Zeit geben, sich für das Rally2-Upgrade zu entscheiden. Die Frist soll bis April 2027 verlängert werden.
Beide Änderungen gehören zu einem Paket, das am 15. Oktober im FIA-Weltrat besprochen werden soll.

