Ogier macht klare Ansage in Richtung M-Sport

Selten musste Sebastien Ogier für einen zweiten Platz so hart kämpfen wie auf Korsika. Entsprechend geladen war der Weltmeister im Ziel und machte seinem M-Sport-Team deutliche Ansagen.

10. April 2017

Michael Heimrich

Aus seinem Herzen macht Sebastien Ogier selten eine Mördergrube. Der Weltmeister ist bekannt dafür, dass er die Dinge offen anspricht, die ihn bewegen. Entsprechend ausführlich schilderte Ogier seine Eindrücke vom Finale auf Korsika, das mit technischen Problemen auf der vorletzten Prüfung begann.
„Mittendrin verloren wir plötzlich den Ladedruck“, erklärte Ogier. „Aber da es ein recht schneller Abschnitt war, habe ich nicht allzu viel Zeit verloren. Als die Straßen dann enger wurden, habe ich in den Haarnadelkurven gemerkt, dass es ein Elektrikproblem ist. Es fehlte nicht nur der Ladedruck, auch das Mitteldifferenzial war blockiert, wodurch die Handbremse in den Haarnadelkurven nicht funktionierte. Das hat uns richtig Ärger bereitet.“
Ogier schritt anschließend zur Tat und packte vor der abschließenden Power-Stage die Werkzeugkiste aus.  „Die einzige Möglichkeit war, das Steuergerät zu tauschen. Aber das Team war sich nicht sicher, dass wir das Problem damit lösen konnten“, so der Franzose. Doch der Tausch sollte sich auszahlen. „Zum Glück hatten wir Ladedruck bis ins Ziel, auch wenn ich mit viel Untersteuern zu kämpfen hatte. 

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Mit 1,3 Sekunden Vorsprung sicherte Ogier seinen zweiten Platz und holte sich für die zweitbeste Zeit auf der Power-Stage zusätzliche WM-Zähler. „22 Punkte sind ein großartiges Resultat für uns. Wir haben nur vier Punkte auf Thierry verloren und den Vorsprung in der Meisterschaft ausgebaut“, meinte Ogier. „Es war ein Wochenende wie eine Achterbahnfahrt. Es ging ständig hoch und runter. Zum Glück endete es mit einem Höhepunkt und wirklich guten Punkten, das war besser als ich erhofft hatte.“
Doch das Ergebnis hatte ihn zuvor viele Nerven gekostet und Ogier machte eine klare Ansage in Richtung seines M-Sport-Teams: „Ich denke wir können mit dem Tempo zufrieden sein und ich glaube, dass sich die Dinge in die richtige Richtung bewegen. Wir konnten mit Thierry auf Augenhöhe fahren und um den Sieg kämpfen. Aber es gab zu viele technische Probleme mit dem Auto an diesem Wochenende, nicht alleine bei uns, auch an den Fahrzeugen unserer Teamkollegen. Hier muss das Team definitiv nachbessern. Wir möchten diese Situation nicht noch einmal erleben.“
M-Sport-Chef Malcolm Wilson streichelte umgehend die Seele seines teuersten Mitarbeiters. „Wir haben hier Fehler erlebt, die so noch nie aufgetreten sind. Wir müssen Sebastien und Julien für ihren Einsatz unter diesen sehr schwierigen Bedingungen danken. In der kommenden Woche liegt ein fünftägiger Test für uns und wir werden uns nicht nur auf die Verbesserung des Autos konzentrieren, sondern auch auf die Probleme, die am Wochenende aufgetreten sind“, versprach Wilson.

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