Ogier gewinnt Finale in Wales

Sebastien Ogier und Julien Ingrassia haben die Wales Rallye GB gewonnen. In Anbetracht der Pariser Anschläge verzichteten sie im Ziel auf den Jubel.

15. November 2015

Michael Heimrich

Zum Feiern war ihnen nicht zu Mute. Sebastien Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia fuhren beim Saisonfinale in Wales zwar ihren nächsten Gesamtsieg ein, doch unter den Eindrücken der Anschläge in Paris verzichteten beide auf den üblichen Jubel und zeigten stattdessen die französische Flagge als Zeichen der Verbundenheit mit ihren Landsleuten. „Ein Sieg ist die beste Art und Weise die Saison zu beenden, aber es gibt heute keinen Grund um zu Feiern. Uns gehen andere Dinge durch den Kopf. Es war deshalb ein schwieriges Wochenende“, sagte Ogier.



Auch andere Fahrer folgten dem Beispiel von Ogier und verzichteten auf die üblichen Posen. Dabei hätte Kris Meeke allen Grund zur Freude gehabt, denn mit dem zweiten Gesamtrang setzte der Citroën-Pilot ein starkes Achtungszeichen und sorgte dafür, dass sein Noch-Arbeitgeber die Vizemeisterschaft in der Markenwertung feiern konnte. „Jetzt warten wir ab, was das nächstes Jahr bring. Mein Garten bräuchte dringend Pflege, vielleicht sollte ich mich darum kümmern“, übte sich Meeke angesichts der unklaren Zukunft in Sarkasmus. Erst in der kommenden Woche will sich Citroën entscheiden, wie man sich für das kommende Jahr aufstellt.
Spanien-Sieger Andreas Mikkelsen, dessen Wales-Wochenende mit einem kurzfristigen Besuch beim Teamarzt in Deutschland begonnen hatte, konnte Meeke bis zur Halbzeit unter Druck setzen, musste sich aber schlussendlich mit dem dritten Rang zufrieden geben. Hinter ihm belegen die beiden Hyundai-Werkspiloten Dani Sordo und Hayden Paddon den vierten und fünften Platz. Ihre beiden Markenkollegen Thierry Neuville und Kevin Abbring waren nach einem Unfall bzw. technischen Problemen bereits vorzeitig ausgefallen.

Stühlerücken bei Citroën und M-Sport?

Nicht nur bei Citroën könnte die Wales Rallye GB einen entscheidenden Einfluss auf die Fahrerwahl im kommenden Jahr haben, auch bei M-Sport ist das Rennen um die beiden Cockpits noch offen. Elfyn Evans konnte mit dem sechsten Platz immerhin ein zählbares Ergebnis einfahren, doch Ott Tänak lieferte durch einen Abflug am Sonntagmorgen eine Nullnummer ab. Um einen Platz bei M-Sport bewirbt sich unter anderem Robert Kubica, der nach zwei Jahren als Privatier unbedingt in ein Werksteam will und beim Saisonfinale Neunter wurde. „Ich würde gerne mehr machen, denn ich merke, dass ich mich in diesem Jahr wirklich gesteigert habe“, so Kubica.
Mads Östberg wäre auch ein Kandidat für M-Sport-Boss Malcolm Wilson, sollte er bei Citroën vor die Tür gesetzt werden. Der Norweger, dessen Innenraum während der letzten drei Tage durch ein Loch im Unterboden stark verschmutzt wurde, leistete sich am Samstag einen entscheidenden Fahrfehler und wurde nur Siebter. Jetzt geht auch für ihn die Zeit des Wartens bis zur Entscheidung von Citroën los. „Im Moment kann ich nicht sagen, was in künftig machen werde“, so Östberg.

WRC2: Suninen mit Last-Minute-Sieg

In der WRC2-Wertung kam es auf der letzten Prüfung noch zu einem Führungswechsel. Probleme mit dem Turbo seines Ford Fiesta R5 kosteten Eric Camilli so viel Zeit, dass Verfolger Teemu Suninen im Skoda Fabia S2000 noch an ihm vorbeiziehen konnte. Dritter wurde Peugeot-Pilot Craig Breen, der die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte.

Ergebnis Wales Rallye GB 2015

1. Ogier / Ingrassia Volkswagen Polo R WRC 3:03:02.0
2. Meeke / Nagle Citroën DS 3 WRC +26.0
3. Mikkelsen / Flöene Volkswagen Polo R WRC +36.2
4. Sordo / Martí Hyundai i20 WRC +2:51.3
5. Paddon / Kennard Hyundai i20 WRC +3:00.5
6. Evans / Barritt Ford Fiesta RS WRC +3:09.1
7. Östberg / Andersson Citroën DS 3 WRC +4:28.4
8. Lefebvre / Prévot Citroën DS 3 WRC +5:38.4
9. Kubica / Szczepaniak Ford Fiesta WRC +6:22.7
10. Bertelli / Granai Ford Fiesta WRC +8:05.0

LINK: Alle Ergebnisse und Infos zur Wales Rallye GB …

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