Sebastien Ogier hat in Saudi-Arabien eine Rekordmarke erreicht: Mit seinem dritten Platz beim Saisonfinale sicherte sich der Toyota-Pilot den neunten Weltmeistertitel und zog damit mit dem bisherigen Rekordchampion Sebastien Loeb gleich.
Kurz nach seinem Titelgewinn kündigte Ogier an, 2026 bei zehn der 14 WM-Läufe an den Start zu gehen. Seit seinem achten Titel 2021 fährt der Franzose zwar nur noch in Teilzeit, sammelte aber in diesem Jahr genug Punkte, um seinen Teamkollegen Elfy Evans im Titelrennen erneut zu schlagen.
„Eine komplette Saison ist für mich keine Option mehr“, erklärte Ogier. „Es macht einen riesigen Unterschied, ein paar Wochen mehr zu Hause zu sein. Dieses Jahr musste ich zum ersten Mal eine Ferienwoche meines Sohnes verpassen – das war während der Rallye Japan. Es hat sich zwar gelohnt, weil ich die Punkte brauchte, aber gut hat es sich nicht angefühlt. Das möchte ich künftig vermeiden.“
Der Franzose legt seine Planung nun strikt am Schulkalender seines Sohnes aus: „Wenn in Deutschland Schulferien sind, werde ich nicht fahren. Ansonsten bestreite ich zehn Rallyes – fertig. Ich will auch die Gerüchte beenden, ob ich nur komme, wenn es ‚einfach‘ ist.“
Ob er mit diesem reduzierten Programm tatsächlich den zehnten WM-Titel holen kann, lässt Ogier offen – und bleibt realistisch: „Dieses Jahr lief außergewöhnlich: Elf Rallyes, zehnmal auf dem Podium, sechs Siege. Viele Dinge haben perfekt zusammengepasst. So etwas zu wiederholen, wäre alles andere als leicht.“
Dennoch: Mit seiner Konstanz, seiner Erfahrung und einem erneut starken Toyota dürfte Ogier auch 2026 wieder zum engsten Favoritenkreis gehören und der Traum vom alleinigen Rekord mit zehn Titeln ist greifbar.

