Neuville: Unverständnis für Ogier

Obwohl er die Weltmeisterschaft schon wieder deutlich anführt, beklagt sich Sebastien Ogier regelmäßig über die Neuregelung der Startreihenfolge. Das nervt auch seine Fahrerkollegen. Dort regt sich Widerstand.

8. April 2015

Michael Heimrich

Nach drei WM-Läufen liegt Titelverteidiger Sebastien Ogier in der Gesamtwertung bereits deutlich vorn. Trotz einer neugeregelten Startreihenfolge, die vor allem den Franzosen einbremsen sollte. Der WM-Spitzenreiter muss in dieser Saison nicht nur am Freitag als erster Fahrer starten, sondern auch am Samstag. Auf dem Papier ein klarer Nachteil, doch der bisherige Saisonverlauf zeigt ein ganz anderes Bild – nicht nur weil Ogier ein begnadeter Rallyefahrer ist und im besten Auto sitzt, sondern weil auch der Wettergott auf seiner Seite war. 
In Mexiko profitierte er am ersten Tag von überraschend niedrigen Temperaturen und konnte mit einer cleveren Reifenwahl den Grundstein für den dritten Saisonsieg in Folge legen. Ironischerweise bei einer Rallye, zu der er erst gar nicht reisen wollte, weil er befürchtete, dass sich dort die Nachteile durch das neue Reglement am stärksten auswirkten.
Doch trotz der Erfolgsserie und seiner deutlichen Führung in der Gesamtwertung nutzt Ogier jede Gelegenheit, um gegen die neue Startreihenfolge zu wettern. Das nervt nicht nur die Fans, sondern mittlerweile auch seine Fahrerkollegen.
„Ich verstehe nicht, warum er sich immer noch beklagt, weil er zuerst auf die Strecke muss. Mittlerweile ist das kaum noch nachvollziehbar und verständlich. Er tut sich schwer, das zuzugeben“, sagte Thierry Neuville im Gespräch mit Motorsport aktuell. „Wir anderen Fahrer sprechen da sehr offen drüber und ich denke, wir müssen da mal reagieren.“

Hyundai-Schaltwippe ist einsatzbereit

Auch Neuville hatte gehofft, dass Ogier durch die neue Startreihenfolge stärker eingebremst werden würde, denn noch kann sein Hyundai-Team der Volkswagen-Truppe Paroli bieten. Beim nächsten Lauf in Argentinien kommt endlich die Schaltwippe zum Einsatz, auf die man bislang verzichten mussten.


„Schon die letzten Tests fuhren wir mit dem System. Da unsere Ingenieure aber ein möglichst perfektes System haben wollten und es bei der Elektronik noch Fragezeichen gab, mussten wir eben warten“, erklärte Neuville, der darauf hofft, wieder einen Schritt näher an Ogier heranzukommen. „Die Schaltwippe bringt vor allem Fahrkomfort für den Fahrer. Zudem können wir mit der Wippe dreimal schneller die Gänge wechseln als mit der sequenziellen Schaltung. Auch wenn wir nur von Millisekunden sprechen: Die Zeiten summieren sich.“

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