Toyota war in den ersten Läufen der WRC-Saison klar überlegen. In Monte Carlo feierte das Team einen Dreifachsieg, in Schweden sogar einen Vierfacherfolg.Bei der Safari Rallye Kenia am vergangenen Wochenende konnte ein Hyundai-Pilot die Dominanz von Toyota erstmals durchbrechen: Adrien Fourmaux belegte am Ende Rang zwei hinter Toyotas Takamoto Katsuta, der seinen ersten WRC-Sieg feierte.
Allerdings profitierte Hyundai stark von den extrem harten Bedingungen der Rallye, durch die gleich drei Toyota-Fahrer aus dem Kampf um die Spitze gerissen wurden: Oliver Solberg, Sebastien Ogier und Elfyn Evans. Daher gibt es bei Hyundai trotz des ersten Podiums der Saison nur wenig Grund zum Jubeln.
Am sogenannten „Super Sunday“ spielten die Toyota-Piloten erneut in einer eigenen Liga. Neuville, der wie Solberg, Ogier und Evans bereits am Samstag ausgefallen war, versuchte am Schlusstag noch wichtige Punkte zu sammeln – hatte dem Tempo der Toyota-Fahrer jedoch nichts entgegenzusetzen.
„Wir sind mit der Hoffnung neu gestartet, die Toyotas herausfordern zu können. Aber wir haben gesehen: Wenn sie pushen, können wir nichts dagegen ausrichten“, erklärte Neuville im Interview mit dem belgischen Sender RTBF. „Irgendwann muss man die Situation einfach akzeptieren. Abgesehen vom fehlenden Speed fühlen wir uns im Auto nicht einmal wohl.“
Der Hyundai Rally1 weist offenbar deutliche Probleme auf – das zeigte sich bereits in den ersten drei Saisonläufen. „Wir haben noch immer kein funktionierendes Setup gefunden. Wir sind weit von dem entfernt, wo wir sein sollten“, so Neuville. In Kenia blieb für ihn lediglich eine Ausbeute von vier Punkten am letzten Tag.
Insgesamt verläuft der Saisonstart für den Weltmeister von 2024 schwierig: Nach drei Rallyes stehen erst 25 Punkte bei ihm zu Buche. In der Gesamtwertung fiel der 37-jährige nach der Safari Rallye hinter Sami Pajari und Ogier zurück. „Wir haben zwei Positionen in der Meisterschaft verloren und auch in der Startreihenfolge für die nächste Rallye. Das ist natürlich alles andere als ideal“, sagte Neuville.
Der nächste WM-Lauf findet auf Asphalt in Kroatien statt. Dort ist eine vordere Startposition zu Beginn der Rallye von Vorteil – die Startreihenfolge richtet sich nach dem aktuellen Stand in der Weltmeisterschaft.




