Die beiden WM-Titel mit Sebastien Ogier (2017 und 2018) liegen gefühlt eine halbe Ewigkeit zurück. Den letzten Sieg feierte M-Sport mit Ott Tänak 2023 in Chile, die letzte Podestplatzierung mit Adrien Fourmaux 2024 in Japan. Im Duell mit den beiden Werksteams von Hyundai und Toyota zieht M-Sport zunehmend den Kürzeren. Dennoch rechnet Teamchef Richard Millener noch mit einigen Achtungserfolgen in der letzten Saison mit der aktuellen Fahrzeuggeneration.
„Unser Puma ist robuster, als man aufgrund der Ergebnisse meinen könnte. Die Toyota sind kaum erreichbar, unser Ziel ist es aber, mit dem Hyundai-Trio um die Plätze zu kämpfen – egal wo“, erklärte der Brite im Interview mit Motorsport aktuell.
Allerdings dürfte sich an der grundsätzlichen Situation künftig wenig ändern. Ab 2027 gilt ein neues technisches Reglement, zudem betreten neue Mitspieler die Bühne. M-Sport war schon immer gut darin, mit deutlich geringeren Mitteln ein konkurrenzfähiges Auto zu bauen, allerdings war die Kasse selten so leer. Während M-Sport in der Rallye-Raid-WM von Ford volle Unterstützung erhält, muss man in der Rallye-WM den Großteil eigenfinanzieren.
„Wir werden 2027 nur mit dem Fiesta Rally2 beginnen können“, erklärt Millener. „Ich sehe auch nicht, dass wir in dieser Saison ein Auto nach dem WRC27-Reglement bringen werden, das wird eher 2028 der Fall sein. Denn zuallererst müssen wir sehen, wie die Details und künftigen Pläne auch beim Promoter aussehen.“
Hoffnungsträger Fiesta Rally2
Entsprechend kräftig rührt Millener die Werbetrommel für sein Kundenauto, das in den letzten Monaten immer weniger Geld einspielte, weil die Konkurrenz vorbeigezogen war: „Unser Fiesta Rally2 wurde nochmals weiterentwickelt. In Schweden war Romet Jürgenson der einzige Nicht-Toyota-Fahrer, der eine WRC2-Bestzeit erzielte. Bei den nächsten Läufen wollen wir zeigen, wie gut unser Paket im Vergleich mit den besten Toyota, Lancia oder Skoda ist. Ich bin von den Qualitäten des Fiesta überzeugt – sowohl bei der Performance als auch bei der Zuverlässigkeit.“


