Loeb und das Zwei-Tages-Format

Während FIA-Präsident Jean Todt deutlich längere Rallyes möchte, hat Weltmeister Sebastien Loeb ganz andere Vorstellungen von einem WM-Lauf. Kurz und knackig sollte dieser sein und mit einer Party am Samstagabend enden.

20. März 2012

Michael Heimrich

Als erfolgreichster Fahrer aller Zeiten kann es sich Sebastien Loeb längst leisten, seine eigene Meinung auch öffentlich zu vertreten. Vom Wunsch der FIA nach längeren Rallyes hält der Franzose nicht viel. Er möchte stattdessen ein kurzes und knackiges Format, in der Art wie die Rallye Finnland seit Neuestem stattfindet.

"Jetzt beginnen wir mit dem Recce am Montag anstatt Dienstags, was bedeutet, dass ich am Sonntag zur Rallye fliegen muss und einen Tag länger weg bin", erklärte Loeb gegenüber Autosport. "Ich hätte es lieber, wenn wir mit dem Recce am Mittwochmorgen beginnen und damit am Donnerstag fertig sind. Am Freitag und Samstag findet die Rallye statt und Samstagnacht haben wir eine Party und können Sonntags zurückfliegen."

Dieser Wunsch wird bei FIA-Boss Jean Todt auf wenig Gegenliebe stoßen. Er hatte bereits mehrfach kritisiert, dass sich die WM-Läufe zu Sprints entwickeln und sich der ursprüngliche Gedanke des Rallyesports im heutigen Geschehen nicht wiederspiegelt. "Wir müssen mehr an Zuverlässigkeit, Ausdauer und Abenteuer denken", machte Todt seine Zielrichtung deutlich.

Loeb ist nicht überzeugt vom künftigen XXL-Format der Rallye-WM. "Wenn man mir sagt, dass dies gut für die Medien ist und man etwas von diesen langen Rallyes hat, dann verstehe ich es. Ich bin Fahrer und fahre wann und wo man es mir sagt. Aber es ist keine echte Herausforderung mehr für mich. Es sind einfach mehr Prüfungen, die wirklich immer die gleichen sind", so der Citroën-Pilot, dessen Vertrag noch bis 2013 läuft, aber über eine Ausstiegsklausel am Ende dieser Saison verfügt.  

Der Weltmeister scheint bereits zu Beginn des Jahres amtsmüde zu sein und klagt über die Anstrengungen einer WM-Saison. "Der Grund, der mich möglicherweise dazu bringt zurückzutreten, ist das Reisen, was sehr viel Zeit beansprucht", so Loeb. "Ich möchte nicht sagen, dass dies jetzt entscheidend ist, aber für die längeren Rallyes ist weniger Motivation vorhanden."

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