Loeb siegt – Drama um Solberg

Sebastien Loeb hat seinen Vorjahressieg bei der Rallye Monte Carlo auf eindrucksvolle Weise wiederholen können. Petter Solberg wurde zur tragischen Figur des Finales.

25. Januar 2004

Michael Heimrich

Dabei verlief die letzte Etappe für den Norweger zunächst nach Plan. Mit einer Bestzeit hielt Solberg Kontakt zur Spitzengruppe und wollte seinen fünften Rang sicher nach Hause fahren. „Ich werde hier kein unnötiges Risiko mehr eingehen“, lautete seine Devise.

Doch ein Schaden an der Aufhängung und der Lenkung, verursacht durch einen Ausrutscher auf der vorletzten Prüfung, kosteten drei Minuten und die eigenhändige Reperatur auf der Verbindungsetappe brachte keinen Erfolg. Am Ende musste Solberg einen erneuten Zeitverlust von 3:24.7 Minuten verkraften und fiel in der Gesamtwertung auf Rang sieben zurück.

An der Spitze wurde es nur noch im Kampf um den zweiten Platz spannend. Während Sebastien Loeb einen sicheren Sieg einfahren konnte und seinen Vorjahreserfolg eindrucksvoll wiederholte, lieferten sich die beiden Ford-Piloten einen Sekundenkrimi der Extraklasse. Zunächst sah es so aus, als ob Francois Duval dem Druck von Markko Märtin standhalten könne. Doch mit einem Zeitenfeuerwerk im Finale des Saisonauftaktes setzte sich der Este durch und verwies seinen jüngeren Teamkollegen um lediglich 7.0 Sekunden auf Rang drei.

Mit diesem Ergebnis übernahm Ford erstmals seit drei Jahren die Führung in der Herstellerwertung. „Ein schönes Ergebnis für unser Team und ein großartiger Start in die neue Saison“, so Markko im Ziel. „Mit meiner Leistung bin ich nicht ganz zufrieden gewesen, jetzt blicke ich nach vorn und freue mich auf Schweden.“

Knapp dahinter feiert Marcus Grönholm und Peugeot ein gelungenes Debüt des brandneuen 307 WRC. Lediglich kurzzeitige Getriebeprobleme und ein Ausrutscher am Nachmittag der zweiten Etappe konnten den Löwenexpress stoppen und verhinderten ein besseres Ergebnis. „Es ist ein schönes Ergebnis für unser neues Auto. Ich bin zufrieden, aber auch froh, das es vorbei ist. Das ständig wechselnde Wetter macht es nicht gerade einfach“, meinte Grönholm im Ziel. Teamkollege Freddy Loix konnte sich durch die Probleme von Petter Solberg noch auf den fünften Rang nach vorne schieben.

Hinter dem Peugeot-Duo erreicht Gilles Panizzi beim Debüt des neuen Mitsubishi Lancer WRC04 den sechsten Platz. „Wir sind alle sehr glücklich, dass es keine größeren Probleme beim ersten Einsatz gab, denn wir konnten vor der Rallye nicht viel testen. Es gab heute Morgen ein Problem mit den vorderen Dämpfern, aber ansonsten war alles prima“, meinte der Franzose im Ziel.

Die 72. Auflage der Rallye Monte Carlo stand ganz im Schatten ihrer ruhmreichen Vorgängerinnen. In dem insgesamt schwach besetzten Teilnehmerfeld erreichten von den 43 gestarteten Teams nur 20 das Ziel und nur 12 der 15 geplanten Sonderprüfungen konnten planmäßig stattfinden.

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