Loeb bleibt der Asphalt-Dominator

Zu keiner Zeit konnten die Gegner Sebastien Loeb Paroli bieten. Der Franzose fuhr seinen siebten Deutschland-Sieg in Folge ein und übernahm die WM-Spitze.

17. August 2008

Michael Heimrich

Die verbalen Angriffe der Konkurrenz entpuppten sich schon kurz nach dem Start als heiße Luft. Hatten sich die Ford-Finnen vor der Rallye einige Chancen in Deutschland ausgerechnet, erstickte Sebastien Loeb jede Hoffnung sofort im Keim.

Nach einer souveränen Vorstellung gewinnt der Franzose zusammen mit Co-Pilot Daniel Elena zum siebten Mal in Folge die Rallye Deutschland und übernimmt die Führung in der Weltmeisterschaft.  „Es war eine großartige Rallye für uns“, jubelte Loeb. „Wir hatten keinerlei Probleme und im Titelrennen sieht es jetzt sehr gut aus.“

Grund zum Jubeln hatte auch Loebs Teamkollegen Dani Sordo. Der Spanier konnte dem Weltmeister zwar nicht wie erhofft gefährlich werden, sorgte aber mit Rang zwei für einen Citroen-Doppelsieg und verhalf seinem Team zur Spitzenposition in der Herstellerwertung. „Wir haben am ersten Tag zu viel Zeit  verloren und müssen weiter auf unseren ersten Sieg hoffen. Diesmal sollte es noch nicht soweit sein“, so Sordo.

Francois Duval war die lange Wettkampfpause von fast sieben Monaten zu Beginn deutlich anzumerken. Zu spät kam der Belgier in Fahrt und konnte den beiden Citroen-Piloten nicht wie vom Ford-Lager erhofft gefährlich werden. Mit dem dritten Rang unterstrich er dennoch sein Talent und empfahl sich als Ersatzmann für den verletzten Gigi Galli im Stobart-Team.

Die ansteigende Leistungskurve von Duval sorgte vor allem bei Mikko Hirvonen für tiefe Sorgenfalten. Mit aller Macht stemmte sich der Finne gegen die drohende Niederlage im Kampf mit dem Belgier um den letzten Podiumsplatz. Aber auch die letzte Attacke verpuffte wirkungslos. Hirvonen erreichte nur als Vierter das Ziel in Trier und verlor seine WM-Führung. „Ich hatte mir schon den dritten Platz erhofft, aber Platz vier ist auf Ashpalt nicht so schlecht“, machte sich der Finne für kommende Läufe Mut.

Auch Subaru hatte sich beim Asphaltdebüt des neuen Impreza insgeheim mehr ausgerechnet. Am Ende sprangen nur Platz fünf für Petter Solberg und der sechste Rang für Chris Atkinson heraus. „Wir hatten einige Probleme. Daher ist das Ergebnis in Ordnung. Aber eigentlich wollten wir auf das Podium“, gab Atkinson zu. Henning Solberg und Urmo Aava sichern sich die letzten beiden Punkteränge der Rallye Deutschland 2008. 

Neuer Zuschauerrekord

Nachdem bereits im Vorjahr rund 210.000 Besucher bei der deutschen WM-Runde gezählt wurden, meldete die Zuschauer-Leitstelle für 2008 einen neuen Rekord: Knapp 270.000 Fans bevölkerten an vier Tagen die Rallye-Region Trier. ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk begeistert: „Uns wurde von allen Seiten gratuliert – zu einer perfekten Veranstaltung mit einzigartiger Hochstimmung und mit dem höchst beeindruckenden Zuschauerrekord. Bewundernswert war erneut der Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer, die zum Erfolg der ADAC Rallye Deutschland 2008 entscheidend beigetragen haben. Selbst das Wetter spielte perfekt mit.“

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