Moderne Arbeitswelt bei Toyota: Wenn Jari-Matti Latvala in der Historischen Rallye-EM (EHRC) angreift, wird Juha Kankkunen bei zahlreichen Läufen der Rallye-WM die Rolle des Toyota-Teamchefs übernehmen.
Für 2026 wurde das Reglement der EHRC angepasst: Startberechtigt sind nun Fahrzeuge, die entweder vor 1993 oder zwischen 1993 und 2000 gebaut wurden. Latvalas Celica fällt in die ältere Kategorie.
„Die Zielsetzung ist in diesem Jahr etwas anders, weil die FIA drei unterschiedliche Meisterschaften ausgeschrieben hat“, erklärte Latvala. „Ich werde in der Asphalt-Serie für Fahrzeuge bis Baujahr 1993 antreten. Geplant sind fünf Rallyes, maximal wären acht möglich.“
Zusätzlich plant er Einsätze in der Schotter-Serie, die ebenfalls aus fünf Veranstaltungen besteht. „Mein persönliches Ziel sind dort drei Starts. Nach aktuellem Stand komme ich damit auf insgesamt acht Rallyes. Im weiteren Saisonverlauf müssen wir sehen, ob zusätzliche Einsätze nötig sind – abhängig vom Stand in der Meisterschaft“, meinte der Finne.
Im vergangenen Jahr dominierte Latvala die EHRC nahezu nach Belieben. Ernsthafte Konkurrenz blieb aus, lediglich technische Probleme brachten ihn zwischenzeitlich in Bedrängnis. In der Asphalt-Wertung fließen die besten fünf Resultate in die Gesamtwertung ein – ein Umstand, der ihm mit seiner Planung strategische Flexibilität verschafft.
„Ein paar Details im Kalender sind noch offen, aber sicher ist: Zum Saisonstart fahre ich die Rally Costa Brava und die Rally Costa Smeralda. Danach folgen Ypern und die Rallye Weiz in Österreich – alles Asphalt-Rallyes. Auf Schotter stehen die Akropolis-Rallye und der Lauf in Lahti auf dem Programm. Bis August ist alles durchgeplant“, so Latvala.
Wie sich die Meisterschaft entwickelt, soll anschließend über die zweite Saisonhälfte entscheiden: „Dann müssen wir abwägen, ob wir in Wales auf Asphalt antreten oder in Sanremo.“
Der Großteil der EHRC-Läufe wird traditionell auf Asphalt ausgetragen. Das hat praktische Gründe: Historische Fahrzeuge werden auf diesem Untergrund weniger stark beansprucht als auf Schotter. Für Latvala selbst spielt die Oberfläche jedoch eine untergeordnete Rolle.
„Die meisten Rallyes sind tatsächlich Asphalt-Veranstaltungen. Für mich macht das keinen großen Unterschied, weil ich zwei Fahrzeuge vorbereitet habe – eines für Asphalt, eines für Schotter. Außerdem baue ich derzeit ein drittes Auto auf, das künftig mein neues Schotterfahrzeug wird. Es dürfte in der zweiten Saisonhälfte einsatzbereit sein“, verrät Latvala.
