Konflikt schwillt weiter an

Der Streit zwischen Herstellern und FIA über die Vorschläge zur Kostensenkungen droht zu eskalieren, nachdem Max Mosley Pläne der Teams unbeachtet läßt.

11. Februar 2004

Michael Heimrich

Mosley versucht mit aller Gewalt die Einführung von Standardteilen in der Rallye-Weltmeisterschaft durchzusetzen, während die Hersteller eher darauf drängen, verschiedene Komponenten haltbarer zu machen und bei mehr als einer Rallye einzusetzen. Dadurch, so der Grundtenor, können Kosten effektiver eingespart werden.

„Alle Vorschläge wurden am 14. Januar in der Sitzung der Rallye-Kommission besprochen und außer beim Punkt ‚Einheitsreifen‘ herrschte Einigkeit, auch bei den Vertretern der Hersteller“, erklärte Mosley. „Außerdem haben wir über weitere Möglichkeiten, wie zum Beispiel nur noch einen Service pro Tag, Verbot von Gravel-Crews und Recce-Fahrzeugen, gesprochen. All diesen Dingen wurde einstimmig zugestimmt. Deshalb ist es schwer zu verstehen, wenn es jetzt heißt, wir sind dagegen.“

„Das eigentliche Problem ist, dass wir zwei Arten von Menschen haben. Ein Teammanager im Rallyesport hat ganz andere Ziele wie ein Teamchef in der Formel-1. Dort ist man auf das Geschäft und den Profit aus. In der Rallye-WM verwalten die Teamchefs eine Abteilung eines großen Herstellers. Hier geht es vorrangig um den Sieg und zweitrangig darum, eine möglichst große Mannschaft zu haben. Er verfolgt also keine wirklichen ökonomischen Ziele und da haben wir das Problem, denn sein oberster Chef will das Geld sinnvoll einsetzen. Jetzt haben wir einen großen Druck, die Kosten zu senken. Gelingt uns dies nicht, bekommen wir den Rallyesport nicht konkurrenzfähig genug gegenüber anderen Sportarten.“

„Wir sehen die Sache nicht so“, erklärt Subaru-Teamchef David Lapworth. „Durch unsere Vorschläge könnten wir viel besser Kosten einsparen. Die Vorschläge der FIA würden lange brauchen, ehe sie sich auszahlen. Haltbarere Komponenten, die mehr als eine Rallye aushalten müssen, sparen richtig Geld. Das Verbot von teuren Materialien bringt ebenfalls viel.“

„Es gibt sicherlich Komponenten am Auto die gleich sein könnten, aber wir müssen erst überprüfen, ob es wirklich billiger für uns wird“, so Citroen-Teamchef Guy Frequeline. „Wenn uns die Ergebnisse vorliegen, können wir entscheiden.“

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